Die große Jahreswertung 2021 mit unseren Lieblingen

In Film, Musik, Serie, Buch...: Das war das Beste am Jahr 2021

Foto: stock.adobe.com

Die Jahr 2021 geht zu Ende, was wird bleiben von all den Filmen und all den Serien, von der Musik und den Büchern, dem Theater und der Kunst. Hier sind unsere Favoriten.

Adele das beste Album? Bond der beste Film? Squid Game die beste Serie? So naheliegend ist es längst nicht immer. Hier sind die persönlichen Lieblinge von zehn Redaktionsmitgliedern in fünf Kategorien: Entdeckung, Überraschung, Unterhaltung, Bestätigung und schließlich Überwältigung.

Foto: Daniela Kreisl

Gregor Peter Schmitz

Entdeckung

Mark Twain, klar, kennen wir. Tom und Huck, und Mississippi. War da noch was? Oh ja, und wie! Etwa, dass Twain der vielleicht lustigste, in jedem Fall bissigste, oft auch inkorrekteste Reise-Chronist aller Zeiten war. Nachzulesen etwa in "Unterwegs mit den Arglosen".

Überraschung

Kann man die Meta-Themen Rassismus, Ungleichheit, Sexismus, Wokeness, Kolonialismus, Alkoholismus (und das sind nur die, die als erste auffallen) so verbinden, dass noch eine schreiend komische Serie herauskommt? Die Macher von "The White Lotus" können das.

Unterhaltung

Der Supermarkt, das steht nach diesem TV-Jahr fest, ist als Satire-Epizentrum entdeckt. Auf amerikanische Art in der Serie "Superstore", auf   derb-deutsche Manier in "Die Discounter". Sie werden nie mehr einen Einkaufswagen schieben, ohne Comedy-Gold zu sichten.

Bestätigung

177 Seiten, viele Schachtelsätze, jede Menge „Inhalte.“ Der Koalitionsvertrag. Klingt unspektakulär, was die „Ampel-Koalition“ zusammen halten soll, ist es aber nicht: sondern spektakuläre Bestätigung, wie geordnet in gefestigten Demokratien Machtwechsel ablaufen können.

Überwältigung

Vier frustrierte mittelalte weiße Männer, die sich schwören, einen Alkohol-Mindestpegel zu hallten, damit ihr Leben wieder an Schwung gewinnt. Klingt nach hihi und „Hangover“, ist in Wahrheit der berauschendste, überwältigendste Film des Jahres: "Der Rausch".

Foto: Ulrich Wagner

Stefanie Wirsching

Entdeckung

Wer darf für wen sprechen, wer wen übersetzten, und wo führt das ganze Debattieren über Identitäten eigentlich hin? Zum Beispiel zu einem Debütroman wie diesem: In "Identitti" schreibt Mithu Sanyal klug und launig über eine Professorin, die sich als Inderin ausgibt: Skandal!

Überraschung

Überraschend? Sind Comebacks fast immer wie auch dieses der Schriftstellerin Helga Schubert, 81, die im Erzählband "Vom Aufstehen" nach zwei Jahrzehnten Schaffenspause eindringlich und oft hinreißend komisch über ihr Leben und deutsch-deutsche Geschichte schreibt.

Unterhaltung

Wer mit wem? Und wer dann als nächstes? Klingt nach Klatschblatt, wird aber bei Zeitgeistdiagnostiker Florian Illies natürlich zur mitreißend zu lesenden Kulturgeschichte: In "Liebe in Zeiten des Hasses" folgt er berühmten Paaren in den Jahren 1929 bis 1939 – Fifty shades of love.

Bestätigung

Romane, Hörspiele, Fernsehdokumentationen, Graphic Novels – kann der vielseitige Thomas von Steinaecker alles, beendete – welch ein Glück – nun dieses Werk über gescheiterte Kunstwerke und ihre Geschichten. "Ende offen" – eines der schönsten Sachbücher des Jahres.

Überwältigung

Manchmal vergisst man, warum man Bücher so mochte. Nach "Eurotrash" von Christian Kracht, weiß man wieder, was man schon an „Faserland“ so liebte: Dass da jemand mit zärtlicher Kälte über irrlichternde, durchgeknallte Wesen schreibt wie sonst keiner.

Foto: Ulrich Wagner

Richard Mayr

Entdeckung

Verlässlich bietet der Eurovision Song Contest Momente des Fremdschämens – aber auch musikalische Entdeckungen. Das war in diesem Jahr nicht die Gewinner-Band aus Italien, sondern die zweitplatzierte französische Singer-Songwritern Barbara Pravi mit „Voila“.

Überraschung

24 Mal ist irgendwie doch noch alles gut gegangen. Mit dieser Grundüberzeugung entpuppte sich der 25. Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" dann in seinen letzten Kino-Minuten tatsächlich zu einer großen Überraschung – das Happy-End fiel aus.

Unterhaltung

Das ganz große Ding auf Netflix war – rein zahlenmäßig – in diesem Jahr nicht das Ende der Bankräuber-Serie "Haus des Geldes" (auch sehenswert), sondern der südkoreanische Überraschungserfolg "Squid Game". Einmal reingeschaut kommt man da aus dem Staunen nicht mehr raus.

Bestätigung

Mit „Arrival“ hat Denis Villeneuve 2016 einen beeindruckenden Science-Fiction-Film präsentiert. Seine „Blade Runner“-Fortsetzung war eine Überraschung. Nun bestätigt Villeneuve mit seiner "Dune"-Verfilmung, dass er ein Virtuose des Genres ist.

Überwältigung

Als das Kino nach dem ewig langen Herbst- und Winter-Lockdown wieder möglich war, lief der wunderbare "Nomadland". von Chloé Zhao. Er lässt einen eintauchen in das Leben der modernen Nomaden und zeigt beiläufig auch, wie da ein neuer Bezug zur Natur entsteht.

Foto: Ulrich Wagner

Rüdiger Heinze

Entdeckung

Der Ausstellungstitel Kunst und Kapitalverbrechen war schon etwas reißerisch für die Veit-Stoß-Ausstellung im Bayerischen Nationalmuseum. Aber der Katalog dazu sowie dessen Beiträge zum Münnerstädter Altar und zum Leben von Veit Stoß: hochinteressant.

Überraschung

Dass ausgerechnet eine Ausweichspielstätte nun die beste Akustik von Münchens Konzertsälen bietet, das kann man schon als Überraschung verbuchen. Aber so ist es halt: Die neu eröffnete Isarphilharmonie ist – in Relation zu Bauzeit und Baukosten gesetzt – ein Glücksfall.

Unterhaltung

Lieder sind Unterhaltung. Und wenn sie noch ein Robert Schumann auf in aller Regel literarisch bemerkenswerte Texte vertont hat, dann bieten sie noch mehr als Unterhaltung. Ich empfehle die Lieder-Gesamtaufnahme durch Christian Gerhaher und Gerold Huber.

Bestätigung

Auf 70 CDs ist nun zusammen gefasst, was Mariss Jansons und das BR-Sinfonieorchester über viele Jahre hinweg an bewegenden Konzerten in aller Welt gegeben haben. Schwerpunkt: Romantik und klassische Moderne. Ein wunderbares Dokument der Bestätigung.

Überwältigung

Außerordentlich starker Einstand der neuen Führungsspitze an der Bayerischen Staatsoper München: Vladimir Jurowski dirigiert Dmitri Schostakowitschs Oper Die Nase, und Kirill Serebrennikov inszeniert das Werk als Polizeimachtmissbrauch in St. Petersburg.

Doris Wegner

Entdeckung

Kim Jiyoung, geboren 1982 von Nam-joo Cho. Der ungewöhnliche Roman zeigt, der Weg ist weit zur Gleichberechtigung. Harlem Shuffle, die Familiensaga, des zweifachen Pulitzer-Preisträgers Colson Whitehead. Die Serie The Crown auf Netflix.

Überraschung

James Bond! Hilfe, der Schluss darf doch nicht wahr sein. Ein großartiges Finale der Daniel Craig-Ära. Die Sex and the City-Fortsetzung And Just Like That: Graue Haare, Fältchen um die Augen, schwerhörige Ehemänner – Mädels, es gibt noch immer viel zu besprechen.

Unterhaltung

Eule, der Frühlings-Gute-Laune-Garant von Jan Delay. Das Wetten dass...-Comeback und die damit verbundene Erinnerung, dass der Samstagabend im Fernsehen mal richtig unterhaltsam war. Inklusive Abba-Auftritt von Björn Ulvaeu und Benny Andersson.

Bestätigung

Die französisch-marokkanische Autorin Leila Slimani mit ihrem Roman Das Land der Anderen, in der sie ihre Familiengeschichte erzählt. Man kann nicht anders als mitfiebern. Benedict Wells und sein trauriger Sommer des Erwachsenwerdens in Hard Land. Die neue Adele.

Überwältigung

Die Fotografien von Erwin Olaf, der erstaunlicherweise in Deutschland kaum bekannt ist. Ein Fehler, wie die Ausstellung Unheimlich schön in der Münchner Kunsthalle gezeigt hat. Olaf liebt für seine Bilder sanftes Rembrandt-Licht, vor allem aber gehen sie unter die Haut.

Klaus-Peter Mayr
Foto: Ingrid Grohe

Klaus-Peter Mayr

Entdeckung

Wer war Schostakowitsch? Seine Musik wird (bis auf die Jazz-Suiten) viel zu wenig gespielt. Sein Leben war geprägt von der Angst vor stalinistischem Terror. Jörg Handsteins Hörbiografie Dmitri Schostakowisch – Doppeltes Spiel erzählt dies anschaulich und erschütternd.

Überraschung

Der Wechsel Jan Böhmermanns von ZDFneo in den Hauptsender hat ihn beflügelt: Der Entertainer ist zum investigativen Satiriker aufgestiegen. Fast jedes Neo Magazin Royale lässt staunen, wie ätzend-vergnüglich er Missstände präsentiert. Das kann nur Die Anstalt toppen.

Unterhaltung

Jede der 18 Alben von Christina Pluhars L’Arpeggiata kann ich wärmstens empfehlen, auch das jüngste, Alla napoletana. Wieder wird (mediterrane) Alte Musik – ganz gleich ob kunstvoll oder volkstümlich – auf höchstem Niveau lebendig. Zum Weinen und Lachen.

Bestätigung

Niemand erklärt Klassik so locker-anschaulich wie Meisterpianist Igor Levit und Autor Anselm Cybinski. Ihr Beethoven-Podcast war ein Coup, nun folgt ein toller Ritt durch die Musikgeschichte: Variationen – Alles wird anders. Auch live dienstags um 20 Uhr auf BR Klassik.

Überwältigung

Eine Fichte durchbohrt die Betondecken des Bregenzer Kunsthauses und kommentiert den desolaten Zustand der Erde. Und an den Wänden hängen kunstvoll gefertigte Wandteppiche. Künstlerin Otobong Nkanga inszeniert dies noch bis 6. März. Hinfahren und ansehen!

Birgit Müller-Bardorff

Entdeckung

Nach Hitchcocks „Vögel“ sind Raben und Krähen für viele „Sinnbild des Bösen“. Mit Britta Teckentrupps Von Raben und Krähen lernt man dagegen mit traumhaft schönen Illustrationen und vielen erstaunlichen Details „die höchstentwickelte Gattung der Vogelwelt“ kennen.

Überraschung

Wenn es ums Plusquamperfekt und den Akkusativ geht, werden die meisten nicht in Entzücken ausbrechen. Das Sachbilderbuch Hunde im Futur aber macht Grammatik zum visuellen Erlebnisraum und mit größtem Vergnügen stellt man fest, dass Sprache mehr als Sprechen ist.

Unterhaltung

Selten in diesem Jahr so gelacht wie mit "Der Tag, an dem Papa ein heiles Gespräch führen wollte" von Marc-Uwe Kling. Hilflose Eltern, Hippie-Opa und -Oma und die kleinen Geschwister reden über Sex – Missverständnisse, Wortspielereien und Mehrdeutigkeiten inbegriffen.

Bestätigung

Michael Gerard Bauer ist der Meister der spritzigen Dialoge. In Dinge, die so nicht bleiben können liefern sich Frida und Sebastian einen Wettkampf um Schlagfertigkeit und Eloquenz und versuchen doch nur, damit das Unaussprechliche, das sie erlebt haben, zu verschweigen.

Überwältigung

Jeder Satz sitzt, wenn Kirsten Boie in Dunkelnacht von einem Verbrechen am Ende des Krieges erzählt: der Penzberger Mordnacht, in der 16 unschuldige Menschen von Nazianhängern umgebracht wurden. Mit knappen Worten erzeugt Boie große Erschütterung.

Stefan Dosch

Entdeckung

Ein Tenor, der Don Giovanni singt? Ein Bariton, der in sich in die Höhen des Protagonisten aus Donizettis „Regimentstochter“ versteigt? Beides möglich macht Michael Spyres, und er klingt hier wie dort alles andere als gequält: Sein Album BariTenor ist einfach fabelhaft.

Überraschung

Immer ein Vergnügen, in den Programmen wirklich kleiner Literaturverlage zu stöbern. Was die, immun gegen die Bestsellerzwangskrankheit, alles zu bieten haben! Pars pro toto: Der Verlag Das Kulturelle Gedächtnis mit Boccaccios Büchlein zum Lob Dantes.

Unterhaltung

Noch ein Italien-Reisebericht mit Pasta-Rezepten? Ja, dieses: Meine italienische Reise von Marco Maurer. In einem Fiat 500 Giardiniera (der Zusatz ist wichtig!) geht es seitab des Üblichen. Mit durchaus unerwarteten Entdeckungen: Bologneser tun Milch in ihr Ragù!

Bestätigung

Kopfreisen in fremde Länder waren auch 2021 schwer angesagt. Unterstützung dabei boten Ensembles wie L’Arpeggiata, jedenfalls wenn es kopfreisend Richtung Süden geht. Ihr Album Alla napoletana bringt Schwung und Heiterkeit in die pandemisch gewordene Trübnis.

Überwältigung

Nicht nur im Süden gibt’s „Bestes“. In Frankfurt hat das Deutsche Romantik–Museum eröffnet, das auf so frische wie fundierte Weise vor die Sinne führt, worum es Literaten und weiteren Protagonisten ging in jener Epoche, die uns Heutigen allzu sehr vom Klischee verstellt ist.

Foto: Ulrich Wagner

Lea Thies

Entdeckung

Kate Winslet kann auch Serie – und wie: in der Mare of Easttown als Kleinstadt-Polizistin, die in der Enge der Provinz-Tristesse einen Mordfall lösen muss. Auch beklemmend, aber lustiger: die Sozialstudie im Roman Bonobo Moussaka von Adeline Dieudonné.

Überraschung

Ein Rapper mit Klavieralbum? Ja, Danger Dan überzeugt in Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt mit Melodie und klugen, gesellschaftskritischen Texten. Ebenfalls unerwartet: Zaz und Rammstein-Sänger Till Lindemann singen Le jardin des larmes im Duett.

Unterhaltung

Denis Villeneuve, der Meister des schummrigen Lichts, hat eine grandioses Dune abgeliefert. Mal abgesehen vom pathetischen Ende hat auch der neue James Bond Spaß gemacht. Hoher Fun-Faktor außerdem: Kinder-Hip-Hop von Deine Freunde beim Strandkorbkonzert.

Bestätigung

Das Beste der Völker und Kulturen gibt’s auf der Weltausstellung zu sehen – eindrucksvoll im Jahr 2000 in Hannover, zurzeit auch bei der Expo 2020 in Dubai. Dazu passend Wunderbares für daheim: Alle Welt zu Tisch vom Grafik-Duo Mizielinska/Mizielinski.

Überwältigung

Das letzte verwirklichte Projekt von Christo und Jeanne Claude – und was für eines: Der verhüllte Triumphbogen in Paris war optisch schon überwältigend, unvergesslich aber auch die Stimmung auf dem Place de l’Etoile eine Mischung aus freudig, nostalgisch, sentimental.

Christian Imminger

Entdeckung

Kevin Kühnert kann Gelassen- und Geschlossenheit, nach denen es in der – trotz der immergleichen Bilder (Handy, Kippe) – faszinierenden Langzeitdoku des NDR erstmal nicht aussah. Dazu als meditativer Soundtrack: Musik für Flugräder von Maxi Pongratz / Micha Acher.

Überraschung

Olaf Scholz, die SPD kann gewinnen. Was vielleicht auch an der Konkurrenz lag, auf jeden Fall aber an einer überforderten Gesellschaft, von der der Soziologe Armin Nassehi (bis auf das konfuse, laschethafte Vorwort) wie stets und ziemlich plausibel zu erzählen weiß.

Unterhaltung

Ein Wahlkampf, wie ihn sich Netflix nicht ausdenken kann. Und zur Begleitung Machtverfall von Robin Alexander. Wie es dazu kam, wozu es am Ende doch anders kam. In der Verdichtung der letzten Merkel-/ Unions-Jahre ein hinterzimmersatter und mit Verlaub geiler Polit-Porno.

Bestätigung

Dass Armin Laschet es nicht kann, dass die Bond-Reihe mit Daniel Craig nach furiosem Start („Casino Royal“) und steter Degeneration mit dem letzten Teil endgültig auf den gähnenden Hund gekommen ist. Friedrich Merz, übernehmen Sie! (Wobei: Als M? Als Blofeld?)

Überwältigung

Weil ja nicht nur Regierungsbildung und Karl Lauterbach, sondern auch Weihnachten war: Darkness To Light von Damon Albarn – das Intro vielleicht geklaut von Karel Svoboda und Drei Nüsse für Aschenbrödel, aber umso mehr Hoffnung machend, auf das, was da kommen mag.

Foto: Ulrich Wagner

Wolfgang Schütz

Entdeckung

Kanada-Soul kann, was US-Rap mal konnte: Eindrückliches zum Prekariatsleben. When Smoke Rises von Mustafa ist das Debüt des Jahres. Und in der Neuübersetzung erst entdeckt: Blond als der Roman über Norma Jean Baker alias Marilyn Monroe von Joyce Carol Oates.

Überraschung

Toll, ein so schönes zweites Album mitten im Hype von Billie Eilish mit Happier Than Ever – und mit einem glücklich machenden Video zu Lost Cause. Und schön, dass ein Film wie Ich bin dein Mensch von einer deutschen Regisseurin kommt, tolle Maria Schrader.

Unterhaltung

Wieder Denis Villeneuve, wieder Adam McKay! Der eine Regisseur bannte bildstark mit Dune, der andere hintersinnig albern mit Don’t Look Up!. Dazu Kühnes: Sahra Wagenknecht räumte in Die Selbstgerechten auf; und Hervé Le Tellier fesselte mit Die Anomalie.

Bestätigung

Die Austro-Autoren Michael Köhlmeier und Christoph Ransmayr können’s einfach: Der eine mit Matou, der andere mit Der Fallmeister. Und deutscher Indie liegt bei Isolation Berlin (nun Geheimnis) und International Music (nun Ententraum) in den besten Händen.

Überwältigung

Mit Daheim ist Judith Hermann nicht nur der schönste Roman des Jahres gelungen, sondern ein feines Meisterwerk der Sprache. Mit Sometimes I Might Be Introvert ist Little Simz nicht nur das Album des Jahres gelungen, sondern ein Manifest des Guten und Wahren im Rap.