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06.06.2020

Kein leichter Fall für Harry G

Markus Stoll alias Harry G spielt die Hauptrolle in der neuen Serie „Der Beischläfer“.
Bild: Amazon prime

Die neue Serie „Der Beischläfer“ ist eben gestartet. Der Humor von Markus Stoll zündet dort aber nicht so recht.

Markus Stoll – besser bekannt als Grantler und Komiker Harry G – trat schon früher immer mal wieder als Schauspieler in verschiedenen Serien- oder Comedy-Formaten in Erscheinung. Jetzt spielt er erstmals die Hauptrolle in einer Amazon-Prime-Serie, die ihm wohl gezielt auf den Leib geschneidert scheint: „Der Beischläfer“.

Worum geht es? Charlie Menzinger (Markus Stoll) ist Witwer, Automechaniker und eher als Gauner in München bekannt. Eines morgens wird er von zwei Polizisten abgeholt und zu der jungen und ambitionierten Richterin Julia Kellermann (Lisa Bitter) gebracht. Diese offenbart ihm, dass er in den nächsten fünf Jahren Schöffendienst am Amtsgericht abzuleisten hat.

Angewidert von der Vorstellung, versucht er anfangs aus dem Schöffendienst entlassen zu werden. Als ihm jedoch klar wird, dass seine verstorbene Frau Marie ihn dafür vorgeschlagen hatte, lenkt Menzinger ein und setzt sich fortan – auch jenseits der Regeln – für den Rechtsfrieden ein.

"Der Beischläfer" kommt bayerisch-charmant daher

Auf den ersten Blick kommt „Der Beischläfer“ als eine bayerisch-charmante Serie daher, die sich in die lange Liste von ganz ähnlichen Produktionen (z.B. Hubert und Staller, Rosenheim Cops, usw.) einreihen könnte. Doch auf den zweiten Blick entpuppt sich das Ganze als eher langweilig. Die Geschichten sind vorhersehbar, arg konstruiert und weniger charmant als gedacht.

Serien wie „Café Meineid“, „München 7“ (beide von Franz Xaver Bogner) oder „Königlich Bayerisches Amtsgericht“ überzeugen da mehr und werden auch länger in Erinnerung bleiben. Das liegt vielleicht auch daran, dass das Schauspiel von Markus Stoll wenig überzeugend ist. Wo die Sprüche von Harry G in seinen kurzen Videos zünden, verpuffen sie bei Charlie Menzinger fast immer.

Daniel Christensen spielt auch mit

Einzig die Nebenhandlung um Kumpel Franz Xaver Holzapfel, gespielt von Daniel Christensen und bekannt aus den Eberhofer-Krimi-Verfilmungen, weiß zu gefallen, wenn er immer wieder kurz vor der Verwirklichung seines Traums, einen bayerischen Tequila zu brennen, halb an der Katastrophe vorbeischrammt. Auch der bayerisch angehauchte, moderne Soundtrack und die schönen Münchner Stadtaufnahmen bieten Mehrwerte in der ansonsten nur durchschnittlichen Serie.

Die erste Staffel startete am 29. Mai und umfasst sechs halbstündige Folgen, in denen der eine oder andere bekannte Gaststar auftritt. Wer diese sind, soll an dieser Stelle nicht verraten werden – genau wie das Staffelfinale. Dass es einen kleinen Cliffhanger parat hält, kann aber gesagt werden. Fraglich ist nur noch, ob es eine zweite Staffel geben wird.

„Der Beischläfer“ mit Markus Stoll in der Hauptrolle ist ab sofort auf Amazon prime zu sehen.

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