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Die Klagen der Künstler werden nicht leiser - vor allem Soloselbstständige leiden

Kommentar Von Richard Mayr
11.12.2020

Der erneute Lockdown trifft vor allem die, die Bühne und Publikum benötigen. Trotz finanzieller Hilfen und digitaler Angebote ist die Situation noch immer existenzbedrohend.

Das kulturelle Leben steht still, ein Ende des erst einmal auf vier Wochen festgesetzten und nun schon zweimal verlängerten Lockdowns ist nicht abzusehen, das Leiden der Künstler geht also weiter. Es trifft vor allem die am härtesten, die Bühne und Publikum benötigen, und von denen wiederum diejenigen, die am unabhängigsten gearbeitet haben: ohne Festanstellung, ohne zusätzliche Tätigkeit, ohne große staatliche Förderung. Trotz aller Versuche, die Soloselbstständigen staatlicherseits zu unterstützen – die Klage der Künstler ist nicht leiser geworden, die Situation ist für viele nach wie vor existenzbedrohend.

Mit digitalen Projekten lassen sich nur schwer Einnahmen erzielen

Man muss auch feststellen, dass der digitale Ersatz, den Künstler mit dieser Mischung aus Trotz und Kreativität schufen, im Herbstlockdown einiges an Charme und Zauber verloren hat. Das Live-Erlebnis lässt sich mit Bildschirm und Lautsprechern allein nicht ersetzen. Außerdem ist vielen Künstlern gleichzeitig klar geworden, dass gute digitale Projekte mit einem hohen Aufwand verbunden sind, es aber schwer ist, damit nennenswerte Einnahmen zu erzielen.

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