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Gemische Reaktionen

23.02.2018

"Liberté" mit Helmut Berger an der Volksbühne

Helmut Berger als Duc de Walchen in «Liberté» von Albert Serra an der Volksbühne Berlin.
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Helmut Berger als Duc de Walchen in «Liberté» von Albert Serra an der Volksbühne Berlin.
Bild: Wolfgang Kumm (dpa)

Die Volksbühne ist ein wunder Punkt in der Berliner Theaterszene. Der neue Intendant sorgte schon vor deinem Antritt für Proteste. Für ein neues Schauspiel hat er jemanden aus dem Dschungelcamp geholt.

Der katalanische Regisseur Albert Serra hat an der Berliner Volksbühne sein Stück "Liberté" uraufgeführt - und vom Publikum am Donnerstagabend gemischte Reaktionen bekommen. Das Stück spielt im 18. Jahrhundert: Eine Gruppe aus Frankreich sucht in der Nähe von Berlin nach Gleichgesinnten, die ohne gesellschaftliche Prüderie und moralische Grenzen leben wollen.

Der skandalumwitterte Österreicher Helmut Berger ("Ludwig II.", "Das Dschungelcamp") ist dabei, ebenso die Fassbinder-Schauspielerin Ingrid Caven und die langjährige Castorf-Schauspielerin Jeanette Spassova. Sie spielen teils auf Französisch und Italienisch und bekommen für ihre Darstellung viel Applaus.

Das Bühnenbild gleicht einem opulenten Landschaftsgemälde, sonst inszeniert Serra seine Geschichte aber reduziert. "Mir schwebte vor, mit nichts als Text zu arbeiten, mit Worten, fast im Flüsterton", schreibt er im Programmblatt. Manchem Zuschauer gefiel das nicht. Einige reagierten mit Buh-Rufen auf die Premiere.

Bisher waren die Theatergänger in der Volksbühne den langjährigen Intendanten Frank Castorf gewohnt, der sein Publikum gerne mit stundenlangen Stücken und einem Hang zum Extremen forderte. Seit Herbst hat der Belgier Chris Dercon das Theater übernommen. Aus der Berliner Kulturszene schlägt ihm viel Skepsis entgegen.

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