Newsticker

Fast ganz Österreich und große Teile Italiens sind nun Corona-Risikogebiete
  1. Startseite
  2. Kultur
  3. Lied des Tages: Abba und Thank you for the Music

Corona-Soundlist

14.06.2020

Lied des Tages: Abba und Thank you for the Music

Die schwedische Band ABBA.
Bild: dpa (Archiv)

Ein paar Minuten Corona-Nachrichten-frei: Für alle, die sich das wünschen, stellt die Kultur-Redaktion hier jeden Tag gegen 12 Uhr ein Überraschungslied vor.

Lied des Tages vom 14. Juni:

Weil morgen die Schule wieder beginnt, weil das Kulturleben unter starken Einschränkungen wieder möglich ist, weil wir deshalb nur noch dieses eine Mal unser Lied des Tages hier wünschen werden, stimmen wir heute mit Abba schon einmal wehmütig „Thank you fort he music“ an.

Lied des Tages vom 13. Juni:

Weil draußen die Sonne scheint, weil unser Lied des Tages morgen enden wird, weil es nur noch diese Gelegenheit gibt, einmal Reggae hier zu spielen, ist unser Lied des Tages heute „Sunshine Reggae“ von Laid Back.

Lied des Tages vom 12. Juni:

Weil Musiker all ihre Kreativität gerade zu Hause ausleben müssen und kaum Gelegenheit zu Auftritten haben, heute ein Lied, das es wegen der Pandemie gibt, das in dieser Zeit entstanden ist: Jazz heute und ein Klassiker der deutschen Literatur: die Sängerin Stefanie Schlesinger und Wolfgang Lackerschmid haben Brechts "Ach, wie sollen wir die kleine Rose buchen?" vertont.

Lied des Tages vom 11. Juni:

Weil es in diesen Tagen von Social-Distancing und Kontaktbeschränkungen umso wichtiger ist, dieses Gefühl nicht zu verlieren: "You'll Never Walk Alone". An der Anfield Road in Liverpool haben sie das Lied zur Hymne erhoben, in die Welt kam es im Musical "Carousel" (1945), hier zu hören ist es in der Fassung von Gerry & The Peacemakers. Und wer selbst mitsingen möchte, sollte mal auf die Website des Staatstheaters Augsburg schauen, die gerade ein Mitsing-Projekt gestartet haben.

Lied des Tages vom 10. Juni:

Weil sich, trotz der sich einstellenden Gewöhnung an die Situation, die Lage angesichts eines modularlosen Sommers arg dystopisch anfühlt. Die Augsburger Elektropunks von Fräulein Brecheisen kennen zumindest Mittel zur Linderung: Goldene Hosen und Tanz. Schauen Sie selbst: Fräulein Brecheisen mit „Dystopie“.

Lied des Tages vom 9. Juni:

Weil es manchmal einfach schön ist, sich schwelgend der Melancholie zu ergeben und das kaum je so leicht gelingt ist wie mit diesem legendären Songwriter-Trio-Chorus, handelt er hier doch auch noch davon, sich zugleich hilflos zu fühlen und gerade darum zu hoffen: Crosby, Stills und Nash mit "Helplessly Hoping".

Lied des Tages vom 8. Juni:

Weil man ja manchmal etwas Angst bekommen kann, dass uns die Masken, das ganze Abstandhalten und dieser Corona-Sh*t noch längere Zeit begleiten werden, hier mal ein bisschen Hoffnung und Vorfreude auf alles, was wir hoffentlich bald wieder tun können (gleich mal mit der Liste beginnen) – und etwas locker-leichte Gute-Laune-Musik aus Braunschweig obendrein: Kleopetrol mit ihrem in Corona-Zeiten komponierten Song „When This Sh*t is Done“

Lied des Tages vom 7. Juni:

Weil es an diesem Wochenende ohne Corona ja mit voller Karacho in die Festival-Saison gegangen wäre und dabei zum Jubiläum bei „Rock im Park“ auch mal wieder die Punkrock-Superstars aus den USA zum Mithüpfen und Mitsingen geladen hätten – und weil solche Auftritte verwackelt aus dem Zuschauerraum gefilmt noch am ehesten dem Empfinden nun schmerzlichen Schwelgen im abgesagten Live-Rausch gleichkommen: Green Day mit „Boulevard of Broken Dreams“ bei Rock im Park 2013.

Lied des Tages vom 6. Juni:

Weil die Fab Four jetzt seit genau 50 Jahre Geschichte sind und weil man Corona-Ratschläge ja auch mal hymnisch und mit zugleich mit Humor servieren kann, hier ein etwas anderes Beatles Cover: Sid Bernstein präsentiert "I Gotta Wash My Hands" von den Beatles.

Lied des Tages vom 5. Juni:

Weil hier die Einsamkeit tanzbar wird und mit einer bildstarken Traurigkeit Glück erzeugt, wie es vielleicht nur dier Popmusik kann und so am Ende aus der totalen Niedergeschlagenheit sogar noch eine Liebeserklärung an das Leben wird: Bright Eyes mit "Hit The Switch".

Lied des Tages vom 4. Juni:

Weil es jetzt ja ein neues Album von Lady Gaga gibt, aber an diesem letzten Hit von ihr nichts davon heranreicht, und weil es zugleich als Filmmusik eine Hommage ans Kino ist, das wirklich arg fehlt in diesen Zeiten, nicht durch Streaming, nicht durchs Autokino zu ersetzen in seiner Intensität und Fokussierung, gerade bei hinreißenden Dramen wie "A Star is Born", zu dem die darin unfassbar stark und schön debütiert habende Lady hier samt Schnuckel Bradley Cooper singt: Lady Gaga mit "Shallow".

Lied des Tages vom 3. Juni:

weil heute Tag des Fahrrads ist und dieses Lied von einer fahrradverrückten wie genialen und mit ihrer elektronischen Musik wegweisenden Band stammt, deren Song "Autobahn" zwar viel bekannter ist und in normalen Ferienzeiten auch zurzeit besser passen würde, weil Stau, Chaos, Reisen und so - aber in Corona-Zeiten ist nun mal das Vélo das Fahrzeug der Stunde. Daher: Kraftwerk mit "Tour de France" - quasi von Fahrradverrückten für Fahrradverrückte.

Lied des Tages vom 2. Juni:

Weil es angesichts der erschütternden Szenen in den USA schon wieder an der Zeit ist, diesen ja noch gar nicht so alten Bekenntnis-Song aus der letzten Rassismus-Krise und vor allem auch das dazugehörige, für die "Black Lives Matter"-Bewegung geradezu identitätsstiftende Video zu spielen, und weil sich damit der US-Pop-Show-Superstar unserer Zeit auch endgültig als relevante Künstlerin emanzipiert hat: Beyoncé mit "Formation".

Lied des Tages vom 1. Juni:

Weil Kinder in der Corona-Krise zu denjenigen gehörten, die extrem unter dem Shutdown zu leiden hatten, und weil heute der internationale Kindertag ist, Herbert Grönemeyers Hymne "Kinder an die Macht".

Lied des Tages vom 31. Mai:

Weil nichts so zuverlässig aus Leere oder Wut, Stumpfheit oder Verdruss erlöst wie ein schönes Liebeslied - und weil dieses hier sicher eines der schönsten der letzten Jahre ist, so schlicht und so hinreißend erzählt: Avett Brothers mit "Ballad of Love and Hate".

Lied des Tages vom 30. Mai:

Weil dieser viel früh zu gestorbene Gigant des Singer/Songwiter-Kosmos uns hier auf eine Reise zu nicht weniger als einem rosaroten Mond einlädt, den wir aus dem immer gleichen Blick aus der Corona-Klausur nur allzu gut am Horizont gebrauchen können: Nick Drake mit „Pink Moon“.

Lied des Tages vom 29. Mai:

Weil heute der Tag der Nachbarn gefeiert wird und es wunderbar ist, eine Nachbarin aus Dänemark zu haben, die einem mit Hygge nicht nur Krisenzeiten versüßt, sondern auch ganz neue „coronale“ Musikeinflüsse aus Jugendzeiten beschert. Tak, Charlotte, für Nice Device mit „Cool Corona“ (übrigens, „ganz großes Ding“ 1993 Dänemark) und all die Viking-Vibes in Augsburg.

Lied des Tages vom 28. Mai:

Weil man bei all dem Quatsch, den diese Band ja auch „Radio GaGa“-mäßig verlärmt hat, doch unwiderstehlich geblieben ist mit diesem unfassbaren Stück Musikgeschichte, das einen den ganzen Tag über begleiten kann: Queen mit „Bohemian Rhapsody“.

Lied des Tages vom 27. Mai:

Weil es ja auch schon im Refrain heißt, dass man einfach „Play“ drücken soll, wenn man sich einsam fühlt, und weil dieser Sänger ja auch alles von Blur, den Gorillaz und The Good, The Bad & The Queen zu Gold gemacht hat und hier solo nicht weniger: Damon Albarn mit „Lonely Press Play“.

Lied des Tages vom 26. Mai:

Weil Ala Cya uns Anfang des Jahres beim Gespräch zu ihrem neuen Lied „The Warriors Song“ über dessen hoffnungsvolle Botschaft erzählte: Er handelt vom Licht in der Dunkelheit, davon, sich nicht hängen zu lassen. Lassen Sie sich auch nicht hängen, sondern hören Sie diesen zarten, eindringlichen Elektropopsong, handgemacht in Augsburg:

Lied des Tages vom 25. Mai:

Weil das Cover ja eigentlich ironisch gemeint war und trotzdem zum größten Hit dieser sonst so wilden Band geworden ist und man sich trotzdem noch immer nicht wehren kann, einfach mit in diese Stimmung einzuschwenken, die vielleicht die beste überhaupt derzeit wäre, das Leben ein einziger Sonntag: Faith No More mit "Easy"

Lied des Tages vom 24. Mai:

Weil man sich gerne mal fragen kann: „Was ist das hier eigentlich?“ Also zum Beispiel, nachdem man wegen der Nasen-Mundmaske seine Bestellung an der Bäckertheke zum vierten Mal wiederholen musste und immer noch kein Brot hat. Oder man jetzt halt nicht mehr an der Türe zum besten Club der Stadt scheitert, sondern am Türsteher im Bioladen. Was ist das also? Nun, so ist das Leben. Sagt Josef Hader, und der kennt sich aus und singt "Wie des Leben hoit so is".

Lied des Tages vom 23. Mai:

Weil es auf so viele Fragen eine Antwort gibt: Was bestellen wir heute im Wirtshaus? Nix. Was geht später im City Club? Nix. Was liegt noch im Klopapierregal? Nix. Was machen wir am Wochenende? Nix. Was sehe ich auf meinem Kontoauszug? Nix. Was macht eigentlich Donald Trump gegen das Virus? Nix, nix, nix. Vertont von der Band mit den schönsten Stickpullis des Planeten, dem Lunsentrio.

Lied des Tages vom 22. Mai:

Weil die US-Boys mit Hits wie dem großartigen "Stressed Out" zurecht sehr schnell zu Superstars der 10er-Jahre geworden sind und nun so was wie den ersten Sommerhit zu Corona landen, soll heißen, das Thema (wieder) samt Familie im ganz lustigen Video sowie dem Text bearbeitend, die Stimmung dabei musikalisch aber fein tanzbar und locker haltend: Twenty One Pilots mit "Level of Concern"

Lied des Tages vom 21. Mai:

Weil heute Vatertag ist und Väter ganz besondere Exemplare der XY-Gruppe sind: Herbert Grönemeyer mit "Männer"

Lied des Tages vom 20. Mai:

Weil heute Weltbienentag ist und wir besonders in diesen Zeiten von kleinen Insekten mitunter vieles über Gemeinschaft, Solidarität und Kooperation lernen können. Und ein wenig Heiterkeit in der Melodie tut ja auch ganz gut: Karel Gott mit seinem Bienen-Superhit "Biene Maja"


Lied des Tages vom 19. Mai:

Weil das, was da besungen wird, in Corona-Zeiten plötzlich verboten war, wir es schmerzlich vermisste haben und seit gestern aber klar ist, dass wir es bald wieder tun dürfen: reisen. Daher: Desireless mit "Voyage Voyage"

Lied des Tages vom 18. Mai:

Weil in irren Zeiten irre Typen immer helfen können, zumal wenn sie sich in ihrem Irrsinn so versteigen, dass alle Rocker-Attitüde von ihnen abfällt und sie plötzlich zur Akustikgitarre über biblische Geschichten singen, die ja auch mitunter ein gewisser Irrsinn durchzieht: Peter Doherty mit "Salome":

Lied des Tages vom 17. Mai:

Weil die Infektionszahlen zurückgegangen sind, weil mit Maske draußen zu sein besser ist als gar nicht draußen zu sein, weil der Zoo wieder geöffnet hat, und weil es nach Corona ja vielleicht sogar noch besser wird als vor Corona. Und nach langem Graben in den Archiven haben wir eine kleine, obskure Garagenrockband aus Liverpool gefunden, die tatsächlich mal einen Song zum Anlass veröffentlicht hat.

Lied des Tages vom 16. Mai:

Weil man auch mal genervt sein darf. Auch wenn es vielen, vielen anderen Menschen deutlich schlechter geht. Und weil genervt sein gut tut und gleichzeitig ungesund ist, kritzeln uns die Ärzte (aus Berlin!) ein probates Mittel in den Rezeptblock. Seien Sie genervt zu ihrem Song über nervende Dinge, „Yoko Ono“. Der dauert gerade mal 30 Sekunden. Und dann ist auch wieder gut.

Lied des Tages vom 15. Mai:

Weil es diese Mischung aus Brüchigkeit in der Stimme und Erhabenheit im Klang so selten so perfekt gibt, weil sie hier sogar aus Bayern stammt und hinten raus mit einsetzenden Gitarre dann auch noch völlig davonträgt, und weil man durchaus was für die Krise lernt, wenn man dann auch noch zuhört: The Notwist "Consequence":

Lied des Tages vom 14. Mai:

Weil er kürzlich von uns gegangen ist und weil man diesen Tag wie eine innere Glut den ganzen Tag mit sich tragen kann und dabei zugleich glücklich und sehnsüchtig sein kann, wo Soul wirklich noch Seele meint: Bill Withers mit „Ain't No Sunshine“.

Lied des Tages vom 13. Mai:

Weil der große Stevie Wonder heute 70. Geburtstag hat und wir an dieser Stelle natürlich seine großen Hits wie "Superstition" oder "I just called to say I love you" hier veröffentlichen könnten, weil auch die passen in Zeiten, in denen Verschwörungstheorien die Runde machen oder es wichtiger denn je ist, Menschen, die einem wichtig sind, anzurufen - aber überraschender ist dann doch "Fingertips" vom ganz jungen Stevie Wonder, als dieser noch mit "Little Stevie Wonder" angekündigt wurde. Und außerdem stehen Fingerspitzen in diesen Tagen ja besonders im Pandemie-Fokus, kleiner Körperteil, große (Aus)Wirkung:

Lied des Tages vom 12. Mai:

Weil es noch immer einer der besten Songs einer legendären Pop-Gruppe und weil uns paradoxerweise ja gerade die Musik mit ihren Harmonien helfen kann, die Stille tatsächlich in uns zu genießen, die dann nämlich nicht nur draußen herrscht, sondern auch drinnen einkehren kann: Depeche Mode mit "Enjoy the Silence".

Lied des Tages vom 11. Mai:

Weil es manchmal einfach ein Ventil für Wut braucht und hier in der Geschichte des Sängers Chester Bennington ja zugleich eine Tragödie mitschwingt, die wirklich bleibt: Linkin Park mit „One Step Closer“

Lied des Tages vom 10. Mai:

Lied des Tages: Weil heute Muttertag ist und in diesen Zeiten es auch mal gut tut, über Geschnulze von einst zu lachen. Und niemand hat wieder so schnulzig über „Mama“ gesungen wie Heintje. Mei, wie liab!

Lied des Tages vom 9. Mai:

Weil der Frontmann von Pearl Jam hier solo von den Gründen für eine selbstgewählte Isolation singt, die uns auch in der nun erzwungenen nachdenklich machen sollten: Die Abkehr von einer von der alles zerstörenden Wachstumslogik getriebenen Gesellschaft Eddie Vedder mit "Society"

Lied des Tages vom 8. Mai:

Weil die Aufforderung im Titel tatsächlich elementar ist, um nicht ganz trüb und leer zu werden, weil Musik einfach das weltbeste Stimmungsmittel aller Zeiten war, ist und bleiben wird - und weil diese Version so unendlich viel besser ist als das Original von Robyn: Jamie Cullum mit "Don't stop the Music".

Lied des Tages vom 7. Mai:

Weil wir Menschen so zerbrechlich sind, wir aber im Alltag so selten daran denken und vom Leben dann doch plötzlich daran erinnert werden: Sting mit "Fragile"

Lied des Tages vom 6. Mai:

Weil es kaum eine relaxtere Aufforderung gibt, die Tür fürs Außenleben wieder auf zu machen und sich mit einem sommerabendsonnigen Gemüt durch die Welt zu spazieren und weil den leider viel zu wenige Menschen kennen: Richard Hawley mit „Open up your Door“:

Lied des Tages vom 5. Mai

Weil die Geschichte dieses Songs ziemlich unglaublich ist. Denn als Wolfgang Langner (Text) und Hans Hartel (Musik) Captain Noah in den 1980er geschrieben haben, hätten beide nicht gedacht, dass es fast 40 Jahre dauern wird, bis "Captain Noah" das erste Mal zu hören ist. Jetzt singt Ex-Box-Weltmeisterin Tina Schüßler von diesem Noah, der alle an einen sicheren Ort steuern soll. Und den kann man gerade tatsächlich gut gebrauchen.

Lied des Tages vom 4. Mai

Weil es mal an der Zeit ist, sich wieder vor Augen zu führen, wie schlimm das Corona-Virus wüten kann, ein musikalischer Blick über den Atlantik hinüber in die USA, ein Country-Song von The White Buffalo, der mit "Into the Sun", der davon singt, besser bis zum Ozean zu rennen.

Lied des Tages vom 3. Mai

Weil es träumerische Hymnen in diesen Zeiten einfach braucht und weil wir noch vielleicht noch nicht so weit sind, "Don't Look Back in Anger" mitzusingen, "Wonderwall" womöglich schon ein bisschen arg gelitten hat und "Live Forever" allzu großtönend daherkäme: Oasis mit "Champagne Supernova"

Lied des Tages vom 2. Mai:

Weil: Maifeier (ausgefallen) meets Corona: Attwenger, die wirklichen Heimatsound-Erfinder und anarchischen Weiterentwickler der Volksmusik mit ihrem Smash-Hit aus dem Jahre 1991: "H.E. zaum". Musik an, Halbe auf - und immer schön Abstand halten! Dauert eh nimmer lang, so oder so.


Lied des Tages vom 1. Mai:

Weil heute Tag der Arbeit ist und an diesem traditionell Arbeiterlieder gesungen werden. Eines der bekanntesten weltweit ist "Bella Ciao", altes Partisanenlied mit zeitloser Melodie, das 2018 durch die Netflix-Serie "Haus des Geldes" noch populärer wurde und durch einen Remix des französischen DJ Hugel der offizielle Sommerhit des Jahres 2018 wurde. Außerdem wird "Bella Ciao" in Corona-Zeiten auch auf italienischen Balkonen als Durchhalteparole angestimmt:

Lied des Tages vom 30. April:

Weil dieser Song schlicht und einfach in diese Zeit gehört und sich das darin Ausgesprochene vielleicht ja auf gute Art erfüllen sollte, dass es nämlich eine frohe Botschaft sein könnte, wenn die Welt nicht einfach so weitergeht, wie sie vorher war: R.E.M. Mit "End of the World as we know it":


Lied des Tages vom 29. April:

Weil der große Jubilar der klassischen Musik so ausgebremst wird und weil seine Kompositionen dermaßen aufwühlen und unter die Haut gehen, heute von Beethovens 7. Sinfonie das berühmte Allegretto, gespielt von den Wiener Philharmonikern unter Christian Thielemann.

Lied des Tages vom 28. April:

Weil sie sowieso in jeder Lebenslage einfach umwerfend bezaubernd wirkt und weil sie doch gerade hier zum Mit-, zum Weggehen einlädt, und weil die Unmöglichkeit, einfach ihre Hand zu nehmen umso schmerzlicher bewusst wird (und weil man danach einfach immer weiter andere Songs von ihr hören kann): Alin Coen mit "Wolken"

Lied des Tages vom 27. April:

Weil dieser Regen heute so dringend nötig ist und ruhig noch mehr davon fallen darf, dieser wunderbare Song dieser wunderbaren Sängerinnen: The Weather Girls mit "It's Raining Man".

Lied des Tages vom 26. April:

Weil diese Schönheit von dieser Band als solcher doch kaum zu erwarten ist und weil man sich textgemäß so gern mit davon stehlen und auf eine unbedarfte Ausfahrt ins Ungewisse begeben würde, die Freiheit der Straße zum Irgendwo, während die Sonne langsam am Horizont versinkt: Red Hot Chili Peppers mit "Road Trippin''0"

Lied des Tages vom 25. April:

Weil das einfach reingeht und nicht mehr loslässt und weil jeder sich seinen anderen Teil so schön denken kann, wenn es hier darum geht, dass man einfach ganz genau jetzt jemand bestimmten brauchen könnte, nein, braucht: Kings of Leon mit "Use Somebody":

Lied des Tages vom 24. April:

Weil, wenn nichts mehr hilft, Udo hilft - das haben auch schon persönliche Untergangskandidaten wie Benjamin von Stuckrad-Barre erfahren dürfen. Hier jedenfalls ein überzeugend genuscheltes Bekenntnis dazu, dass die Liebe alles übersteht und dass wie immer auch hiernach ein neuer Tag kommen wird, dass es weitergeht - und dass wir zusammen stark sind, selbst wenn wir einander derzeit nicht sehen können: Udo Lindenberg mit "Hinterm Horizont"

Lied des Tages am 23. April:

Weil er die herrlichste Retro-Soul-Entdeckung seit dem tragischen Dahinscheiden von Amy Winehouse ist und man dieses schöne Bababarambam einfach den ganzen Tag mitsingen und mitfühlen kann und weil dieser Song sich wirklich nie abnutzt: Michael Kiwanuka mit "Love and Hate":

Lied des Tages am 22. April:

Weil diese Titanen des Pop ja hier so traumschön vom Verschwinden der Wirklichkeit und aus der Wirklichkeit erzählen, dass man sich samt der Streicher in ein zeitloses Federbett der Isolation kuscheln kann, ohne sich einfältig besäuselt zu fühlen: Radiohead mit "How to Disappear Completly":

Lied des Tages am 21. April:

Weil heute zwar so einer schöner Tag ist, ein bisschen windig, aber die Sonne scheint, aber gleichzeitig das Oktoberfest abgesagt worden ist, gibt's hier heute Donnikl mit seinem "Fliegerlied".

Lied des Tages am 20. April:

Weil es besonders in diesen Zeiten auf die Solidarität ankommt und Bert Brechts berühmtes "Solidaritätslied" von der Augsburger Band Misuk so wunderbar vertont wurde, dass man es den ganzen Tag mitsummen möchte ...

Lied des Tages am 19. April:

Weil die Rolling Stones eigentlich ein Lied für alle Lebenslagen parat haben - und heute ganz besonders, weil sie mit ihrer Wohnzimmer-Interpretation von "You Can't Always Get What You Want" beim "One World: Together At Home"-Konzert der Superstars mitgemacht haben, mit dem den Corona-Helden gedankt werden soll. Eine Art Live Aid in Corona-Zeiten quasi. Hier nun ein Ticket für ein einzigartiges Konzert in eigenartigen Zeiten, unbedingt anhören:

Lied des Tages am 18. April:

Weil kaum eine das Spiel mit Stimmungen auf so eigenwillige Art beherrscht wie diese Diva der Eigenwilligkeit und gerade aus der Stille, die uns derzeit allzu leicht umgibt und in Beschlag nimmt, in ihrer Version des Songs immer wieder die herrlichste Lebensfreude hervorbricht: Björk mit "It's oh so quiet".

Lied des Tages am 17. April:

Weil's ja auch nichts bringt, immer nur ernst und nachdenklich zu sein, und weil man die Pflicht zum Abstand halten, zum Nicht-Berühren kaum je so spaßig getanzt sehen kann wie mit diesem Hit jetzt auch schon unfassbare 30 Jahre alten Hit: MC Hammer mit "U can't touch this".

Lied des Tages am 16. April:

Weil dieses Lied in dieser Liste einfach unmöglich fehlen kann und zwar vielleicht von seiner schwermütigen Schönheit noch übertroffen wird von einem anderen Song derselben Band, das "Drugs don't Work" heißt, aber weil es hier einfach zum bitter Leben passt, das eben doch seine Süße haben kann: The Verve mit "Bittersweet Symphony".

Lied des Tages am 15. April:

Weil der Titel zu einem Tag passt, an dem in Berlin entschieden werden soll, wie es in Corona-Zeiten weitergeht: Der Titel "I want to break free" von Queen kann da als eine Art Botschaft in Quarantänezeiten an Bundeskanzlerin Merkel verstanden werden - auch wenn das Lied natürlich nicht von Corona oder einer Pandemie handelt.

Auch das Video aus den 1980er Jahren passt zur Quarantäne, es zeigt einen ziemlich ungewöhnlichen Hausputz. Textlich wie gemacht für eine Quarantänehmyne: Brüllen Sie dem schönen Wetter ein kräftiges "God knows I want to break free!" durch die Fensterscheiben entgegen und vergessen Sie nicht, sich zum Staubsaugen einen schwarzen Schnauzbart anzukleben. Die gute Laune kommt dann ganz von alleine.

Lied des Tages am 14. April:

Weil immer noch die Ausgangsbeschränkungen gelten und das Leben immer noch Kopf steht, hier ein Song, der von dieser Gegenwart erzählt: Das Ding ausm Sumpf mit "Quarantäne, Quarantäne".

Lied des Tages am 13. April:

Weil heute immer noch Ostern ist und dieses Hallelujah als das meistgecoverte in der Musikgeschichte gilt - sowie als der meistgecoverte Song überhaupt. Sogar Leonard Cohen hat verschiedene Texte zu seiner "Hallelujah"-Melodie gesungen:

Lied des Tages am 12. April:

Weil heute Ostern ist, eines der bekanntesten Kirchenlieder der Welt: "Ave Maria" von Franz Schubert komponiert, von zig Musikgrößen gesungen, hier von der großartigen Barbra Streisand. So erschienen auf einer Weihnachts-CD, passt aber auch zu Ostern, ganz besonders zu diesen ungewöhnlichen Ostern 2020. Gänsehautfaktor garantiert, hören Sie selbst - und frohe Ostern:

Lied des Tages am 11. April:

Weil dieser nach Sinatra eigentlich unmöglich scheinende neue Hymnus auf den Big Apple in dieser Zeit ein ganz neues, plötzlich völlig unpathetisch erscheinendes, weil schlicht leidenschaftlich solidarisches Mitgefühl erhalten hat, ist es genau die Zeit für: Alicia Keys mit "Empire State of Mind" oder "New York":

Lied des Tages am 10. April:

Weil dieses Lied einfach gute Laune versprüht, wunderschön ist – und ganz nebenbei noch darauf hinweist, worauf es wirklich ankommt im Leben: "Je veux" von Zaz ...

Lied des Tages am 9. April:

Zurzeit viele leere Straßen, geschlossene Cafés, kein Gemurmel, viel Stille draußen. Der wohl schönste "Klang der Stille" wurde schon vor über 50 Jahren geschrieben, immer noch schön und zurzeit ganz besonders.

Und weil es in diesen Zeiten erst recht wunderbar ist, Menschenmassen jubeln zu hören, gibt es "The Sound of Silence" in der Live-Version vom Konzert im Central Park New York (1981) - und weil es um die beiden nun auch stiller wird (beide waren kürzlich getrennt auf Abschiedstournee):

3:58 Minuten zum Abschalten in der Corona-Zeit

Die Corona-Soundlist wurde bisher zusammengestellt von: Lea Thies, Miriam Zißler, Richard Mayr, Wolfgang Schütz, Sebastian Kraus

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren