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Georg-Büchner-Preis 2019

09.07.2019

Lukas Bärfuss erhält Deutschlands wichtigsten Literaturpreis

Der Georg-Büchner-Preis 2019 geht an den Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss.
Bild:  Markus Scholz (dpa)

Für den Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss kam die Auszeichnung zum Georg-Büchner-Preisträger 2019 überraschend. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat am Dienstag in Darmstadt mitgeteilt, wer in diesem Jahr die wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland erhält. Der Georg-Büchner-Preis 2019 wird am 2. November verliehen und geht an den 47-jährigen Erzähler und Dramatiker Lukas Bärfuss.

Die Jury würdigte die hohe Stilsicherheit und den formalen Variationsreichtum in seinen Dramen und Romanen. Diese erkunden stets neu und anders existenzielle Grundsituationen des modernen Lebens, ist in der Begründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung zu lesen.

Georg-Büchner-Preis 2019: Schriftsteller Lukas Bärfuss für sein Werk geehrt

Laut Bärfuss sucht er sich seine Themen nicht selbst - auf die Frage hin, woher er seine Themen nimmt, zitiert er Picasso: "Ich suche nicht, ich finde." Die Dinge und Stoffe, die er verarbeite, seien halt irgendwann da und ließen ihn nicht in Ruhe, wie ein ungebetener Gast. Der Autor wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.

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Sein Werk umfasst Romane, Novellen, Essays und Theaterstücke: Am bekanntesten sind die Romane "Hundert Tage" über den Völkermord in Ruanda und "Koala" über den Suizid seines Bruders. Von seinen Theaterstücken erreichte vor allem "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern" eine breite Öffentlichkeit. Lukas Bärfuss lebt in Zürich mit seiner Lebensgefährtin und ist Vater von drei Kindern.

Für Lukas Bärfuss ist Georg Büchners Lebensweg noch heute eine Mahnung

Der Dramatiker Georg Büchner (1813-1837) sei für ihn auch prägend gewesen und dessen Lebensweg nach wie vor hoch aktuell. "Seine Literatur hat mein Leben verändert. Es gibt nur wenige Autoren, von denen ich das sagen kann." Ob Büchners "Woyzeck" oder "Dantons Tod": Danach sei nichts mehr wie vorher gewesen. Und der aus politischen Gründen im 19. Jahrhundert aus Hessen in die Schweiz geflüchtete und in Zürich gestorbene Revolutionär Büchner müsse noch heute Mahnung sein. Es gebe heute ganz viele Menschen in der gleichen Situation. Viele müssten fliehen, weil sie verfolgt werden. Die Schweiz habe Büchner Obdach gegeben. "Das sollte uns doch allen Mahnung sein." (dpa)

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