Newsticker

RKI meldet erneut mehr als 2500 neue Corona-Infektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Kultur
  3. "Lulu" und "Dreigroschenoper" Schlager in London

15.06.2009

"Lulu" und "Dreigroschenoper" Schlager in London

London (dpa) - Zwei bahnbrechende Musikwerke des 20. Jahrhunderts dominieren derzeit das Angebot moderner klassischer Musik in London. Im Opernhaus Covent Garden findet der Deutsche Christof Loy mit seiner Produktion von Alban Bergs "Lulu" bei den Kritikern ein geteiltes Echo.

Das Barbican-Centre verbuchte mit einer Aufführung der "Dreigroschenoper" mit führenden europäischen Opernstars einen Publikums-Hit.

Loys Produktion in sparsamer Kulisse und mit zeitgenössischem Kostüm besticht mit einer äußerst sensiblen Darstellung der Lulu durch die schwedische Sopranistin Agneta Eichenholz, die ihr Debüt sowohl in der Rolle als auch am Royal Opera House markiert. Deutsche Solisten, darunter Klaus Florian Vogt, Will Hartmann und Michael Volle, beherrschen die Aufführung der schwierigen Oper. Die musikalische Leitung von Covent Garden-Musikdirektor Antonio Pappano wurde als überragend gewertet.

Im Barbican Centre stellte der österreichische Komponist und Dirigent HK Gruber für eine seltene Konzertaufführung der "Dreigroschenoper" eine internationale Starbesetzung zusammen. Anstelle singender Schauspieler traten international renommierte Solisten. Die deutsche Sopranistin Dorothea Röschmann bestach mit außergewöhnlicher Stimmschönheit als Polly, während Österreichs Angelika Kirchschläger die Rolle der Rivalin Jenny mit großem Elan vortrug. Der britische Tenor Ian Bostridge spielte einen - fast liebenswerten - Schurken MacHeath.

Das Klangforum Wien, dessen einzelne Mitglieder nicht nur jeweils mehrere Instrumente spielten, sondern auch Gesangseinlagen gaben, sorgte schließlich dafür, dass die einmalige Aufführung am Samstag als einer der Konzerthöhepunkte der Saison gewertet wurde.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren