Newsticker
RKI meldet 24.000 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 120
  1. Startseite
  2. Kultur
  3. Martin Walser lebt vollkommen zurückgezogen

Pandemie

07.04.2021

Martin Walser lebt vollkommen zurückgezogen

Martin Walser (2018).
Foto: Ulf Mauder/dpa

Er habe keine Berührung mit der gefährlichen Corona-Welt, erzählt der Schriftsteller. Wie er dieser Tage lebt.

Der 94-jährige Schriftsteller Martin Walser ("Ein fliehendes Pferd", "Ein sterbender Mann") hat die Corona-Zeit bisher zurückgezogen verbracht.

"Ich habe keinerlei Berührung mit der gefährlichen Corona-Welt", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag/Printausgabe Mittwoch). "Ich bin immer für mich. Und so erfahre ich alles nur aus den Nachrichten, aber nichts am eigenen Leibe. Ich verspüre keinen Grund, Kontakt zu haben."

Walser, der in Überlingen am Bodensee lebt, veröffentlichte kürzlich ein neues Buch mit dem Titel "Sprachlaub". Darin geht es auch um das Alter und den Tod. "In dem Augenblick, in dem ich schreibe, bin ich unsterblich", sagte Walser. Die deutlichste Überwindung von Tod und Sterben sei für ihn das Schreiben.

Walser sagte, er nehme natürlich Anteil daran, was in der Welt passiere. "Ich bin ein unschuldiger Konsument von Nachrichten, aber ich lass mich davon nicht irritieren. Meine Sprachmomente sind unantastbar von der bloßen politischen Aktualität. Es kommt in meinen Versen auch nichts Gesellschaftskritisches vor; das ist einfach vorbei."

© dpa-infocom, dpa:210407-99-109667/4 (dpa)

"Sprachlaub" bei Rowohlt

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren