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Kultur

30.12.2020

Minister Bernd Sibler ist in Sorge um die Künstler

Bernd Sibler (CSU) bezeichnete die Lage in der Kulturbranche als ernst.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Bernd Sibler bilanziert politische Maßnahmen. Die Notlage der Künstler in der Krise erforderte von der Kultusministerkonferenz immer wieder Nachbesserungen.

Für Kunst und Kultur war 2020 ein herausforderndes Jahr, das auch der Kulturministerkonferenz ständiges Nachsteuern abverlangte. Gerade in der Corona-Krise habe sich die Kultur-MK „bewährt und wichtige Entwicklungen angestoßen“, bilanziert Bayerns Kunstminister Bernd Sibler ( CSU), der dieses Jahr den Vorsitz führte. In „sehr kurzen und pragmatischen Verfahren“ hätten die Länder gemeinsame Positionen erarbeitet, denn „letztlich stehen wir vor den gleichen Herausforderungen“, so Sibler.

Kultusministerkonferenz erstellte ein Hilfsprogramm und Öffnungsstrategien

In der Pandemie haben sich dem Kulturminister zufolge die sozialen Probleme der Künstler, besonders der Soloselbstständigen unter ihnen, sehr deutlich gezeigt. Intensiv habe sich die Kultur-MK bei der Konzeption des Bundesprogramms „Neustart Kultur“ eingebracht und auf weitere Unterstützungen der Künstler im Jahr 2021 gedrängt. So werde das Programm „Kultur.Gemeinschaften“, das im Rahmen der Kulturmilliarde der Bundesregierung gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder auf den Weg gebracht wurde, wichtige Impulse für die digitale Produktion in Kultureinrichtungen setzen. Seit Beginn des Lockdowns arbeite die Kultur-MK daran, Kunst und Kultur sobald wie irgend vertretbar wieder in allen Formen zu ermöglichen. Gemeinsam mit der Bundesregierung erstellten die Länder im Mai Eckpunkte für Öffnungsstrategien, die ständig weiterentwickelt werden.

Vorausschauend haben sich die Länder darauf verständigt, sich für eine bessere soziale Absicherung der selbstständigen Künstler durch die Künstlersozialkasse einzusetzen. „Kunst und Kultur sind ein zentrales Element unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft und die Künstler müssen angemessen abgesichert werden“, erklärt Sibler.

Auf den Prüfstand stellt die Kultur-MK das Auswahlverfahren für die Europäische Kulturhauptstadt 2025. Jüngst ist nämlich Kritik am Zustandekommen der Juryempfehlung für die Titelvergabe an Chemnitz laut geworden. „Alle Bewerberstädte haben ein transparentes Verfahren verdient. Und die Siegerstadt Chemnitz hat ein Recht darauf, ihren Titel ohne jeden Zweifel zu tragen. Die Vorwürfe sollten ausgeräumt sein, bevor die offizielle Ernennung erfolgt“, so Sibler.

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