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11.03.2009

Neuschwanstein soll Weltkulturerbe werden

Neuschwanstein soll Weltkulturerbe werden
Bild: DPA

München (dpa) - Schloss Neuschwanstein bleibt der Garant für märchenhafte Ergebnisse in der bayerischen und auch deutschlandweiten Tourismusbilanz.

Mehr als 1,3 Millionen Besucher sind im vergangenen Jahr wieder zu dem Prachtbau gepilgert - fast genauso viele wie 2007, als das Königsschloss einen absoluten Besucherboom erlebte. "Das zeigt, welche Bedeutung Neuschwanstein für das Deutschlandbild hat", sagte Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) am Mittwoch in München. Mit einer neuen Strategie will die Bayerische Schlösserverwaltung jetzt erneut versuchen, den berühmtesten Bau Ludwigs II. zusammen mit den Schlössern Linderhof und Herrenchiemsee auf die UNESCO-Weltkulturerbeliste zu bringen.

Den neuen Plänen zufolge soll voraussichtlich im Herbst gemeinsam mit Rumänien ein Antrag gestellt werden. In der rumänischen Stadt Sinaia finden sich laut Fahrenschon zwei Schlösser, die ähnlich wie die Ludwig-Anlagen historische Vorbilder nachahmen und gezielt in der Landschaft platziert und inszeniert wurden. Mit einem gemeinsamen Antrag, der auf diesen Ähnlichkeiten des Historismus basieren soll, seien die Chancen größer, in den kommenden Jahren den Weltkulturerbe- Status für die Schlösser zu bekommen, erläuterte Fahrenschon. Über die deutsche Vorschlagsliste sei das kaum möglich, da diese auf Jahre wegen noch offener Anträge gesperrt sei.

Neuschwanstein soll auch in Zukunft Werbeträger für Bayern und Deutschland bleiben und wird sich deshalb als Euro-Münze ab dem Jahr 2012 auch in den Geldbörsen der Europäer finden. Dann sollen 30 Millionen 2-Euro-Sondermünzen mit Neuschwanstein-Motiv in den Zahlungsverkehr kommen.

Neuschwanstein soll Weltkulturerbe werden

Die Bilanz der bayerischen Schlösserverwaltung für 2008 fällt allerdings nicht nur dank Neuschwanstein positiv aus. Insgesamt besuchten 4,8 Millionen Menschen die bayerischen Burgen, Schlösser und Residenzen, etwa genauso viele wie im Vorjahr. Neben Neuschwanstein waren dabei Herrenchiemsee, Linderhof, Nymphenburg und die Nürnberger Kaiserburg die Renner. Die Einnahmen der Schlösserverwaltung wuchsen um 5,5 Prozent auf rund 54 Millionen Euro.

www.schloesser.bayern.de

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