Auszeichnung

31.08.2018

Opus Klassik

Ein Echo-Preis wird umbenannt

Nach dem Ende der Echo-Musikpreise geht die Klassik-Branche eigene Wege bei der Würdigung ihrer Talente und Stars. Musikkonzerne, unabhängige Platten-Labels, Verlage und Konzertveranstalter wollen am 14. Oktober erstmals den „Opus Klassik“ in Berlin verleihen – unabhängig vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI), der bisher für den Echo in den Sparten Pop, Jazz und Klassik verantwortlich war.

Das ZDF wird die Preisgala aus dem Berliner Konzerthaus am selben Abend ausstrahlen (22 Uhr), wie der neu gegründete Verein zur Förderung der Klassischen Musik als Veranstalter am Donnerstag mitteilte. Dem Verein gehören unter anderem die Deutsche Grammophon, Sony Music und Warner Music sowie der Verband der unabhängigen Label, CLASS, an. Im ersten Jahr sollen Regularien und Jury noch auf den Bestimmungen des inzwischen abgeschafften Echo Klassik beruhen. Danach wolle man die Regeln weiterentwickeln.

Ziel des Preises sei, der Klassik eine stärkere Beachtung zu verschaffen. „Klassische Musik und ihre Künstler müssen in Deutschland mit einem eigenen Preis gewürdigt werden“, erklärt Burkhard Glashoff, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins. Der „Opus Klassik“ solle die Branche in ihrer Vielfalt widerspiegeln. Die Klassik-Branche dürfe keinen Kollateralschaden des Echo-Skandals davontragen. „Die klassischen Musiker trifft hier die geringste Schuld, nämlich gar keine“, so Glashoff.

Der neue Preis „Opus Klassik“ tritt in Konkurrenz mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“, der von 156 unabhängigen Musikkritikern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben wird. Diesem Gremium gehören keine großen Platten-Labels wie Deutsche Grammophon und Sony an. (dpa/AZ)

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