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05.05.2009

P.E.N.-Tagung zu deutsch-polnischem Verhältnis

Görlitz (dpa) - Das Verhältnis zwischen Deutschland und Polen steht im Mittelpunkt der Jahrestagung des deutschen Zentrums der Schriftstellervereinigung P.E.N. (14. bis 17. Mai) in Görlitz.

"Wir möchten dazu beigetragen, dass sich die deutsch-polnischen Kulturbeziehungen verbessern", sagte Generalsekretär Wilfried Schoeller am Dienstag in Görlitz. Beim Thema Flucht und Vertreibung etwa gehe es darum, die Basis der Verständigung zu verbreitern. Für das mit "Schreibend Brücken bauen" überschriebene Treffen haben sich den Angaben nach rund 150 Autoren angemeldet. Unter anderen wird Nobelpreisträger Günter Grass zu einer Diskussion über Literatur und politische Kultur in der deutsch-polnischen Grenzstadt erwartet.

Zu Beginn kommen fünf verfolgte Schriftsteller und Journalisten zu Wort, die P.E.N. über ein vom Bund finanziertes Programm unterstützt hat. Die Stipendiaten aus Weißrussland, Simbabwe, Iran, China und Deutschland gehören zu den rund 20 Autoren, deren Texte in dem neuen Buch "Ein Regen aus Kieseln fallen" veröffentlicht werden. Die Sammlung mit Prosa und Lyrik wird zum Auftakt der Tagung vorgestellt, kündigte Schoeller an. Das Programm "Writers in Exile" hilft in ihrer Heimat bedrohten, isolierten, verhafteten oder gefolterten Autoren.

Bei einer Literaturmeile in der Altstadt werden den Angaben nach 27 Autoren in Hallenhäusern, Cafes, Restaurants und Geschäften lesen. Sie wird von der Bürgerinitiative "Lesen bis der P.E.N. kommt" organisiert. Der Verein hatte sich 2007 gegründet, nachdem die Stadt Görlitz eine Anfrage von P.E.N. abgelehnt hatte, für das Treffen eine Summe von 10 000 Euro bereitzustellen. Inzwischen seien alle Schwierigkeiten ausgeräumt, sagte Schoeller. Eine Lesung von Lyrikern in Zgorzelec, der polnischen Nachbarstadt von Görlitz, beendet die Jahrestagung.

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