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28.01.2010

Peter Urban über die Modernität Tschechows

Peter Urban über die Modernität Tschechows
Foto: DPA

Grebenhain (dpa) - Der russische Schriftsteller Anton Tschechow (1860-1904) hat nach den Worten des deutschen Übersetzers Peter Urban das Theater erneuert. Vorbilder für Tschechows Stücke habe es weder in Russland noch im Ausland gegeben.

"Das ist alles vollkommen neu und einzigartig", sagte Urban im Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur (dpa) und verwies auf einen Satz des englischen Theatermachers Peter Brook: "Tschechow hat das moderne Theater erfunden." Heute gehört der Russe mit seinen melancholischen Stücken "Die Möwe" (Uraufführung 1896 in Moskau), "Drei Schwestern" (1901) und "Der Kirschgarten" (1904) zu den meistgespielten Autoren weltweit.

Tschechow sah seine Werke als Komödien, auch wenn ihnen der Wortwitz, die Verwicklungen fehlen. "Schon der zeitgenössischen Kritik fehlten die sonst üblichen Knalleffekte", sagte Urban. Die Komik liege in der Unfähigkeit der Bühnenfiguren, ihr Leben zu durchschauen und zu verändern. "Das Leben hat seine tragischen Seiten, die komisch wirken können." Die Gebrochenheit der Figuren mache Tschechow so modern. "Er hatte einen so genauen Blick auf die Comédie humaine (menschliche Komödie), dass er zeitlos ist."

In Deutschland habe Tschechow allerdings lange als unspielbar gegolten, "vor allem als unsprechbar", sagte Urban. Er führte das auf schlechte Übersetzungen zurück, die nicht die Genauigkeit und Lakonie von Tschechows Sprache erfasst hätten. Erst in den 60er und 70er Jahren hätten internationale Theatermacher wie Ingmar Bergman und Giorgio Strehler den Bühnenautor populär gemacht, dann sei auch in Deutschland das Interesse gewachsen. Tschechows Präsenz auf den Bühnen verdecke fast den Blick auf sein Prosawerk. "Heute kennen wir ihn weniger als Erzähler", sagte der Übersetzer.

Urban (68), der im Vogelsberg in Hessen lebt, gilt als der wichtigste Übersetzer Tschechows in Deutschland und ist für sein Werk mehrfach ausgezeichnet worden. Seine eigene Arbeit an Tschechow habe um 1970 mit den Dramen begonnen, zunächst mit dem "Kirschgarten", berichtete er. "Es war halsbrecherisch genug, gleich mit dem letzten, kompliziertesten Stück anzufangen." Derzeit übersetzt Urban die späten Kurzgeschichten Tschechows, die als Meisterwerke des früh verstorbenen Schriftstellers gelten.

Zum 150. Geburtstag von Tschechow wird das Deutsche Theater Berlin Ende Februar seine Erzählung "Krankenzimmer No. 6" auf die Bühne bringen in der Regie von Dimiter Gotscheff.

Gespräch: Friedemann Kohler, dpa

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