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Kino

24.04.2019

Schafft es "Avengers: Endgame" an die Spitze der erfolgreichsten Filme?

Plakative Wucht: die übrigen Helden und oben der Böse, Thanos.
Bild: Marvel, Disney

Der neue Teil von „Avengers“ könnte den Superhelden-Hype krönen – und eröffnet die Jagd auf Platz eins.

Steht nun, nach zehn Jahren, mal wieder eine Ablösung an der Spitze der ewigen Film-Bestenliste an? Heute jedenfalls kommt in weltweiten Vorpremieren der bislang heißeste Kandidat zur Verdrängung des dort thronenden „Avatar“ in die Kinos. Die bisherigen drei Teile von „Avengers“ finden sich bereits alle unter den zehn Produktionen mit dem höchsten Einspielergebnis der Geschichte. Und „Endgame“ nun ist ja ohnehin nicht nur die nächste Verfilmung eines Comic-Superhelden-Abenteuers.

"Star Wars" feiert das Sagafinale im Dezember

Es ist eine Zäsur im erfolgreichsten Kinounternehmen unserer Zeit. Mit „Iron Man“ im Jahr 2008 hatte das „Marvel Cinematic Universe“ begonnen, also die Verwandlung der Heftchen und Figuren des Comic-Verlags Marvel in ein Film-Universum. 22 Werke sind es nun, mit Helden wie Spider-Man und Hulk, Thor und den „Guardians of the Galaxy“ – der Gesamtumsatz wird nun in Kürze die 20-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten. Marvel-Präsident Kevin Feige hat damit die erfolgreichste Filmreihe der Kinogeschichte geschaffen, und die „Avengers“-Filme versammelten bislang drei Mal alle Helden dieses Universums. Als bislang erfolgreichster Einzelfilm der ganzen Serie steht dessen dritte Auflage „Infinitiy War“, die vergangenes Jahr gelaufene erste Hälfte des nun abzuschließenden Saga-Finales auf dem ewigen Platz vier – aber bei erzielten gut zwei Milliarden Dollar praktisch gleichauf mit Episode VII von „Star Wars“ und „Titanic“.

Womit praktisch auch die gesamte künftige Konkurrenz um die Kino-Krone versammelt wäre. Denn jetzt laufen ja auch die ersten Trailer zum großen „Star Wars“-Sagafinale im Dezember; und der auch für „Titanic“ verantwortliche James Cameron hat für Dezember den zweiten Teil seines Spitzenreiters „Avatar“ angekündigt. Weitere drei Teile, so hatte der Regisseur angekündigt, sollten gleich mitgedreht werden und in den darauffolgenden Jahren ins Kino kommen.

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Marvel-Universum: Für Juli ist ein neuer "Spider-Man" angekündigt

Der eigentliche Sieger steht dabei längst fest: der inzwischen über ein Drittel Hollywoods gebietende Disney-Konzern. Inzwischen gehören ihm auch die Marke „Star Wars“ und die Marvel Studios, dazu 20th Century Fox – und damit die Produktionsgesellschaft, mit der James Cameron sein „Avatar“-Großprojekt umsetzt. Interessant wird, ob dessen Geschichte um die blauen Na’vi wirklich an den Erfolg anknüpfen können. Und spannend wird auch, ob „Star Wars“ nach dem Schwächeln zuletzt mit „Solo“ und in Episode VIII wieder an die vorigen Erfolge heranreicht – und vor allem auch, wie es danach weitergehen wird mit der Sternen-Saga.

Um all das muss man sich bei Marvel im Grunde keine Gedanken und erst recht keine Sorgen machen. Ob eher Abseitigeres wie „Ant-Man“ und auch der Versuch, mit „Black Panther“ mal eine schwarze Superhelden-Geschichte zu erzählen: Bislang ist das Publikum diesem digitalisierten Effekt-Comic-Kino überall hingefolgt, deutlich mehr und zuverlässiger als bei der Konkurrenz von DC. „Black Panther“ wurde sogar als ein emanzipatorischer Akt der Kinogeschichte gefeiert und oscarnominiert.

Darum laufen in der folgenden Groß-Saga des Marvel-Universums bereits die Vorbereitungen für eine Fortsetzung im Schwarzen-Mekka Wakanda. Als erstes aber ist für 4. Juli ein neuer „Spider-Man“ angekündigt. Der Spinnenmann ist in „Avengers – Infinity War“ wie die Hälfte der Helden und der Weltbevölkerung gestorben, zu Staub zerfallen. Wie kann er da, weiterhin gespielt von Tom Holland, zurückkehren? Abermillionen weltweit brennen darauf, das zu erfahren.

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