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14.11.2017

Schmuck für Barcelona

Gaudís Erstling: die Casa Vicens

Es war das erste Bauwerk von Antoni Gaudí und schmückt Barcelonas Innenstadt ähnlich wie andere Kleinode des Meisters des katalanischen Jugendstils. Doch im Unterschied zu seiner imposanten Kathedrale Sagrada Familia oder der Casa Batlló ist die Casa Vicens kaum bekannt – und war bisher auch nicht für Interessierte zugänglich. Das wird sich jedoch am 16. November ändern. Dann öffnet das Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert als Museum erstmals seine Pforten – nach drei Jahren intensiver Restaurierung.

Während der Schönheitsarbeiten versuchten Experten, die Formen und Farben des jungen Gaudí nachzuempfinden, die sich im Laufe der Jahrzehnte verloren hatten. Als 31-Jähriger hatte sich der Architekt zwischen 1883 und 1885 seinem ersten Bauwerk gewidmet, das im heutigen Stadtteil Gràcia liegt, das damals noch ein Dorf nahe Barcelona war.

Die vier Außenfassaden der Casa Vicens mit den Türmchen, die an Minarette erinnern, zeigen den Mix der Stile, die den späteren Meisterarchitekten in seinen Anfängen inspirierten. Das Innere der Casa Vicens mit seinen vier Etagen nimmt sich genauso vielfarbig aus. Die Wände schmücken Vögel, Palmblätter und Keramik im englischen Stil, die Fensterläden sind im orientalischen Stil gehalten. Der Fußboden der ersten Etage weist römisches Mosaik auf, derjenige im Schlafbereich venezianischen Terrazzo. Und das Raucherzimmer ist wohl eines der besten Beispiele für die maurischen und arabischen Einflüsse aus der Anfangszeit Gaudís. In dem Wohnhaus befindet sich zudem die erste begehbare Dachterrasse Gaudís. Der Garten, dem Gaudí einen fast größeren Stellenwert als dem Haus einräumte, ist heutzutage kleiner dimensioniert und wurde neu gestaltet. Bereits 2005 wurde die Casa Vicens zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. (dpa)

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