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05.01.2010

Schriftstellerin Gisela Kraft gestorben

Weimar (dpa) - Die Schriftstellerin und Übersetzerin Gisela Kraft ist tot. Sie starb am Dienstag nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren in Weimar, teilte der Amman Verlag mit.

Die Stadt bestätigte diese Nachricht. Für den Amman Verlag hatte Kraft 2008 den Gedichtband "Die Namen der Sehnsucht" des türkischen Lyrikers Nâzim Hikmet nachgedichtet. Dafür erhielt sie im Oktober den Christoph- Martin-Wieland-Literaturpreis für herausragende Übersetzungen. Bereits vor vier Jahren war sie mit dem Weimar-Preis ausgezeichnet worden. Die gebürtige Berlinerin machte außerdem vor 26 Jahren von sich reden, als sie von Westberlin in die DDR übersiedelte.

Gisela Kraft wurde 1936 in Berlin geboren und besuchte eine Schauspielschule. Ab 1972 studierte sie Islamwissenschaft an der Freien Universität in Berlin und promovierte sechs Jahre später über den türkischen Dichter Fazil Hüsnü Daglarca. Ab 1982 arbeitete sie an der Schaubühne Berlin und engagierte sich für die Initiative Künstler für den Frieden, bevor sie ab 1984 in der DDR als Schriftstellerin arbeitete. Sie schrieb unter anderem die Gedichtbände "Katze und Derwisch" und "Keilschrift" sowie den Roman "Planet Novalis". Aus dem Türkischen übersetzte sie unter anderem Werke von Aras Ören und Yunus Emre. Auf ihrer Internetseite wirbt sie mit dem Spruch: "Ich wollte ein regal bauen/aber ich baute einen Vers/darin viele bücher platz hatten".

www.gisela.kraft.de

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