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Sting-Konzert
12.11.2016

Wiedereröffnung des Bataclan: Sting spielt ein Jahr nach dem Terror

Mit einem Konzert von Rocksänger Sting wurde der Konzertsaal Bataclan ein Jahr nach den Terroranschlägen von Paris wieder eröffnet.
Foto: Leo Novel/Archiv (dpa)

Am Vorabend des Jahrestags der Pariser Terroranschläge wurde das "Bataclan" wieder eröffnet. Rocksänger Sting hat bei seinem Konzert auch an die Opfer erinnert.

Der Pariser Konzertsaal "Bataclan" hat ein Jahr nach dem verheerenden Terroranschlag mit einem Konzert des britischen Musikers Sting wiedereröffnet. Zum Beginn seines Auftritts am Samstagabend bat der 65-Jährige die Zuschauer um eine Schweigeminute für die Opfer. "Wir werden sie nicht vergessen", sagte er. Der Saal mit rund 1500 Plätzen war ausverkauft, im Publikum waren auch Angehörige von Opfern des Anschlags vom 13. November 2015.

Damals waren drei Islamisten mit Sturmgewähren und Sprengstoffgürteln während eines Konzerts der US-Rockband Eagles of Death Metal in das "Bataclan" eingedrungen. Sie ermordeten 90 Menschen, zeitgleich verübten zwei weitere Terrorkommandos Anschläge am Stade de France und auf Pariser Bars.

Paris ist am 13. November 2015 von einer Reihe von Terror-Anschlägen erschüttert worden. 120 Menschen starben, über 200 wurden verletzt.
45 Bilder
Die Terror-Nacht von Paris
Foto: Kenzo Tribouillard

Der Saal war in den vergangenen Monaten komplett renoviert worden, um alle Spuren des Dramas zu beseitigen. Sting spielte ohne Gage. Die Einnahmen gehen an zwei Opfer-Organisationen.

Bataclan: Sting-Auftritt zum Gedenken und Feiern

Das "Bataclan"-Team legte Wert darauf, bereits vor dem 13. November wieder zu öffnen, wie Co-Chef Jules Frutos dem Sender France Bleu sagte. "Ich wollte wirklich, dass es dort vorher Musik gibt." Die monatelangen Renovierungsarbeiten wurden gerade rechtzeitig fertig. "Es ist das gleiche Bataclan, aber wir haben alles geändert", erklärte Jérôme Langlet.

Sting brachte erst kürzlich ein neues Album heraus.
Foto:  Vincenzo Pagliarulo (dpa)

Am Jahrestag der Anschläge sind am Sonntagvormittag Gedenkfeiern an den verschiedenen Anschlagsorten geplant, an denen auch Präsident François Hollande und Bürgermeisterin Anne Hidalgo teilnehmen. Dabei werden Gedenktafeln enthüllt, die an die insgesamt 130 Getöteten erinnern. Reden sind nicht geplant - die Verantwortlichen hatten sich in Abstimmung mit Opferverbänden für möglichst nüchterne Veranstaltungen entschieden.

Den Auftakt zu diesem Gedenkwochenende gab am Freitag bereits eine Schweigeminute im Stade de France. Das französische Fußballteam spielte dort in der WM-Qualifikation gegen Schweden. Ursprünglich war das Match von der FIFA sogar auf den Jahrestag terminiert worden, der französische Fußballverband hatte aus Respekt vor den Opfern aber eine Vorverlegung erbeten. Vor dem Match, das Frankreich mit 2:1 für sich entschied, hielten die Zuschauer kurz inne und gedachten der Opfer. AZ/dpa

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