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17.06.2009

Theater stellt Krise in Mittelpunkt der Spielzeit

Theater stellt Krise in Mittelpunkt der Spielzeit
Bild: DPA

Weimar (dpa) - Das Deutsche Nationaltheater Weimar will die Zeiten der Krise in den Mittelpunkt der kommenden Spielzeit rücken.

Schillers "Don Carlos", Bernhards "Wittgensteins Neffe" und Bonds "Gerettet" seien drei von insgesamt 16 Neuinszenierungen auf dem nächsten Spielplan, teilte das Theater mit.

Perspektivlosigkeit, der Verlust von Sicherheiten und die radikale Änderung gewohnter Strukturen sind die Themen, mit denen das Theater laut Intendant Stephan Märki "gegen die Trägheit des Herzens und des Verstandes" Widerspruch einlegen will. Auf dem Spielplan stehen deshalb Stücke wie "Geschichten aus dem Wiener Wald" von Horvath, Büchners "Woyzeck" und Tschaikowskys Oper "Eugen Onegin".

Märki mahnte zugleich Lösungen für die anstehenden Tariferhöhungen am Staatstheater an. Er appellierte an das Land, den Etat aufzustocken. Ansonsten müsse das Angebot reduziert werden. Die Mitarbeiter des Theaters hatten in den vergangenen sechs Jahren auf Lohnerhöhungen verzichtet.

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Das Deutsche Nationaltheater, ist seit rund anderthalb Jahren Staatstheater. Damit hält Thüringen 79 Prozent der Anteile des Theaterbetriebs. Das Haus habe einen leichten Überschuss erzielt; Sparten, Spieldichte und Qualität hätten erhalten werden können, zog Märki - dessen Vertrag bis 2014 läuft - eine positive Bilanz. In der zu Ende gehenden Spielzeit habe das Theater mit rund 150 000 Zuschauern und 750 Vorstellungen das Niveau des Vorjahres erreicht.

Laut Märki sind bis zur Tarifentscheidung andere Pläne etwa zum Tanz auf Eis gelegt. Das Programm der Staatskapelle werde von der Suche nach einem Nachfolger des Generalmusikdirektors Carl St. Clair bestimmt. Musiktheaterpremieren und Sinfoniekonzerte sind so Vorstellungsrunden für potenzielle Nachfolger.

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