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Buchtipps

09.03.2020

Tipps unserer Redaktion: Zehn Bücher für das Frühjahr

Plus 90.000 Bücher erscheinen jährlich in Deutschland. Welche soll man davon lesen? Am besten natürlich nur die Besten, Spannendsten, Interessantesten! Unsere Tipps.

Lutz Seiler : Stern 111. Mit "Stern 111“ – so hieß ein Transistorradio der DDR , das Weite in die Enge des DDR-Lebens brachte – knüpft Lutz Seiler an seinen 2014 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman „Kruso“ an. Es ist ein Buch über Schiffbrüchige des Umbruchs. Die einen machen sich auf zu neuen Ufern, andere lassen sich treiben. Das Dasein, wie man es kannte, war mit dem 9. November 1989 unterspült, leck, untergehend. Ein großer Roman über die Anarchie nach 1989. Lesen Sie die Rezension hier.

Bov Bjerg : Serpentinen. Nichts mehr wünscht man dieser Landpartie als ein glückliches Ende. Bov Bjerg , der mit "Auerhaus" berühmt wurde, schreibt über einen Vater-Sohn-Ausflug, bei dem man ums Überleben der Beiden bangen muss. Der suizidale Vater setzt im Leihwagen zu gewagten Überholmanövern an. Nachts schaut er auf seinen schlafenden Sohn – das Kissen schon in der Hand. Die ausführliche Rezension finden Sie hier.
                                                   


Cihan Acar : Hawaii. Es gibt Bücher, die sind eine einzige Überraschung. Andere Pfade, andere Protagonisten, anderer Ton. Wobei: Heilbronn , da war man ja mal, aber doch noch nie in Hawaii. Jenem Stadtviertel, in dem vor allem Migranten leben und das titelgebend ist für das Romandebüt von Cihan Acar. Hierhin kehrt der Ex-Profi Kemal zurück, nachdem er seine Karriere wegen eines selbstverschuldeten Autounfalls beenden musste. Es warten: heiße Tage! Lesen Sie die Rezension hier.


Oskar Roehler : Der Mangel. Sie waren Kinder der ins fränkische Zonenrandgebiet umgesiedelten Sudetendeutschen, Kinder von Ausgegrenzten, Gebildeten, die fürs schiere Überleben malochen mussten, Kinder des Mangels. Eines davon: der Regisseur und Schriftsteller Oskar Roehler , der sich hier wieder erinnert – und inszeniert. Hier geht es zur Buchbesprechung.

Anna Burns: Milchmann. Ein aberwitziger Bestseller über politisch-religiösen Wahn nicht nur in Nordirland , ausgezeichnet mit dem Booker-Preis, gefeiert von der Kritik. Was Burns gelingt: Eine ja tatsächlich todernste Angelegenheit in spielerischem Ton zu schildern und dabei den Konflikt nicht zu verharmlosen, sondern viel mehr in seinem absurden Kern zu entblößen. Mehr lesen Sie hier.

T.C.Boyle: Sind wir nicht Menschen. Hanser, 397 Seiten, 23 Euro

T.C. Boyle : Sind wir nicht Menschen. Die Zukunft hat schon begonnen – irgendwann, irgendwie – in diesen Kurzgeschichten von T. C. Boyle. Der Meister der Short Story braucht nur wenige Sätze, um eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen, zu zeigen, wie ohnmächtig wir Menschen sind. „Sind wir nicht Menschen“ ist der Titel dieses Sammelbandes. Hier geht es zur Buchbesprechung.                       


Liz Moore : Long Bright River. Natürlich ist das ein Krimi. Aber auch ein Gesellschaftsroman, ein Familienroman, kurzum ein ziemlich großartiger Roman über eine Streifenpolizistin, die in Philadelphia im heruntergekommenen Stadtteil Kensington nach ihrer drogenabhängigen Schwester sucht - und nach einem Serienmörder. Die ausführliche Rezension finden Sie hier.

Sigrid Nunez : Der Freund. Der Freund“ handelt von einer New Yorker Schriftstellerin und Dozentin – mittleres Alter, Single, Katzenmensch – deren geliebter Freund und Mentor sich überraschend das Leben genommen. Was sie erbt: Appollo, seine weiß-schwarz-gescheckte Deutsche Dogge. Sigrid Nunez ` Roman über Freundschaft, Trauer und eine Dogge ist eine Sensation. Hier geht es zur Buchbesprechung.

Patrick Svensson : Das Evangelium der Aale. Glitschig, schleimig, unheimlich: Der Aal galt bislang nicht gerade als besonderer Sympathieträger – weder gekocht in Aspik und erst recht nicht in der Verfilmung von Günther Grass’ „Blechtrommel“. Der Schwede Patrik Svensson jedoch schreibt eine regelrechte Hommage auf dieses außergewöhnliche Tier, verknüpft mit seinen Kindheitserinnerungen. Mehr lesen Sie hier.


Brendan Simms : Hitler – Eine globale Biografie. Der neidvolle und immer auch ängstliche Blick auf Anglo-Amerika bestimmte Hitler in seinen Entscheidungen und Handlungen stärker als die Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus. Diese neue Sicht vertritt Brendan Simms in seiner Hitler-Biografie. Die ausführliche Rezension finden Sie hier.

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