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Musik

15.03.2017

Trump fordert "Gefängnisstrafe" für Snoop Dogg

US-Rapper Snoop Dogg hat Ärger.
Bild: David Goldman (dpa)

Der Schuss ging wohl nach hinten los. Wegen eines Musikvideos hat Rapper Snoop Dogg jetzt richtig Ärger

US-Präsident Donald Trump (70) hat den Rapper Snoop Dogg (45) wegen dessen neuen Musikvideos direkt angegriffen und eine Gefängnisstrafe für den Musiker gefordert.

Im Clip zu Snoop Doggs Song "Lavender (Nightfall Remix)" schießt der Rapper auf einen als Clown geschminkten Mann, der an Trump erinnert. Aus dem Lauf der Pistole kommt nur ein Fähnchen mit der Aufschrift "Bang", zu hören ist aber der Schuss einer echten Waffe.

"Könnt ihr euch vorstellen, was der Aufschrei gewesen wäre, wenn Snoop Dogg, gescheiterte Karriere und so, die Pistole auf Präsident (Barack) Obama gerichtet und abgefeuert hätte? Gefängnisstrafe!", twitterte Trump am Mittwoch. Drohungen, den Präsidenten zu töten oder ihn zu verletzen, stehen laut US-Bundesrecht unter Strafe. Sofern Ermittlungen gegen den Rapper aufgenommen werden, könnten ihm eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft drohen. Ein Sprecher des Secret Service sagte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage lediglich, man habe das Video zur Kenntnis genommen.

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Auch die Senatoren Ted Cruz (Texas) und Marco Rubio (Florida), die Trump beide im Vorwahlkampf unterlegen waren, kritisierten Snoop für das Video. "Wir haben in diesem Land eine sehr traurige Geschichte von versuchten und erfolgreichen Attentaten und es ist von Musikern und Künstlern unverantwortlich, zum Mord des Präsidenten zu ermutigen", sagte Cruz gegenüber der Website TMZ.com. Das Video könne "die falschen Leute zu falschen Gedanken" anstiften, sagte Rubio. Trumps Anwalt Michael Cohen bezeichnete das Video als "beschämend" und sagte, der Rapper müsse sich beim Präsidenten entschuldigen.

Musikvideo auf YouTube

Trumps Tweet

US-Bundesrecht zu Drohungen gegen Präsidenten

Reaktion Rubio bei TMZ

Reaktion Cruz bei TMZ

Reaktion Cohen bei TMZ

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