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"LOVE"

22.05.2018

US-Künstler Robert Indiana gestorben

Robert Indiana in seinem Studio (2009). Foto. Joel Page
Bild: Joel Page (dpa)

Der Künstler Robert Indiana ist im Alter von 89 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Maine gestorben. Seine "LOVE"-Skulpturen machten ihn weltbekannt.

Der US-Künstler Robert Indiana, der mit seinen "LOVE"-Skulpturen weltbekannt geworden war, ist tot. Er war neben Andy Warhol ein Hauptvertreter der Pop Art und der Signalkunst. Indiana sei im Alter von 89 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Maine gestorben, berichtete die "New York Times" am Montag unter Berufung auf seinen Anwalt.

Der 1928 im US-Bundesstaat Indiana geborene Künstler war das einzige Kind von Earl Clark und Carmen Waters in New Castle und nannte sich ab 1959 nach seinem Heimat-Bundesstaat. Er hat unter anderem in Chicago und Edinburgh studiert und dann vor allem in New York gearbeitet. Berühmt wurde er vor allem mit großen Skulpturen aus den aufeinandergestapelten Buchstaben des Wortes "Love" (Liebe).

Pop Art: Robert Indiana bemalte auch die Berliner Mauer

1978 zog er sich in ein Landleben zurück. Indiana lebte seitdem auf der Insel Vinalhaven in Maine, einer Künstlerkolonie, die er seit 1969 regelmäßig besucht hatte. Im Auftrag der Demokratischen Partei stellte er 1980 ein Porträt Jimmy Carters für ein „Jimmy Carter Portfolio“ als Serigraphie mit dem Titel Jimmy Carter her, das er 1981 dem Präsidenten im Weißen Haus präsentierte. Als erster amerikanischer Künstler wurde Indiana 1991 eingeladen ein Stück der Berliner Mauer zu bemalen.

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Nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 schuf Indiana eine Reihe sogenannter Peace Paintings, die im Jahre 2004 in New York ausgestellt wurden und sich auf das aktuelle Geschehen im Irak bezogen.

Seine Werke waren inspiriert von der plakativen Schrift in Werbeplakaten. Neben seinen bekannten "Love"-Skulpturen, bei denen das L und das nach rechts gelehnte O auf dem V und E stehen, schuf er zahlreiche weitere ikonische Werke. Zu Ehren von Ex-Präsident Barack Obama beispielsweise kreierte er ähnlich dem "Love"-Design eine Skulptur mit dem Wort "Hope". (dpa)

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