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29.06.2009

Wagner-Schwestern sehen "Verbesserungsbedarf"

Wagner-Schwestern sehen «Verbesserungsbedarf»
Bild: DPA

Hamburg/Bayreuth (dpa) - Die neuen Leiterinnen der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner (31) und Eva Wagner-Pasquier (64), sehen "Verbesserungsbedarf" für das renommierte Festival.

"Es war nicht alles falsch, was hier gemacht wurde, aber es war sicher auch einiges ungünstig", sagte Katharina Wagner der Fachzeitschrift "Das Opernglas". Halbschwester Eva Wagner-Pasquier fügte hinzu: "Wir haben in Bayreuth vielleicht in manchen Dingen einen ziemlich weiten Weg." Auf der anderen Seite seien in Bayreuth in der Vergangenheit Produktionen aber auch in einer Art und Weise kritisiert worden, die nicht gerechtfertigt gewesen sei.

Ihre Zusammenarbeit beurteilten die Schwestern, die am 1. September 2008 die Nachfolge ihres Vaters Wolfgang Wagner angetreten hatten, positiv. "Wir haben in den ersten Monaten unserer Zusammenarbeit festgestellt, dass wir beide auf einem sehr guten gemeinsamen Weg sind", lautete ihr Fazit.

Für die Neuproduktion des "Ring des Nibelungen" zum 200. Geburtstag Richard Wagners im Jahr 2013 sei noch kein Regisseur verpflichtet. "Wir sind uns darüber im Klaren, dass Bayreuth 2013 ein Zeichen setzen und rezeptionsgeschichtlich etwas beitragen muss", sagte Katharina Wagner. Die Inszenierungsfrage sei schwierig, weil interpretatorisch schon so viel gemacht worden sei.

Ihrem Vater gehe es gut, sagten die Töchter. Zu seinem 90. Geburtstag am 30. August wolle er auf keinen Fall eine große Feier. "Er ist ja eh immer zu seinem Geburtstag weggefahren, damit er niemanden empfangen muss", sagte Katharina Wagner. Wolfgang Wagner hatte die Festspiele 57 Jahre lang geleitet und war im vergangenen Jahr von seinem Posten zurückgetreten.

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