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Ausstellung

13.07.2018

Wasser Kunst Augsburg: Die Stadt in ihrem Element

Im Augsburger Maximilianmuseum läuft eine Ausstellung rund um Wasserbau, Trinkwasserversorgung und Brunnenkunst. Was Sie gesehen haben sollten.
Bild: Ulrich Wagner

Im Augsburger Maximilianmuseum läuft seit Mitte Juni die Ausstellung rund um Wasserbau, Brunnenkunst und Trinkwasserversorgung. Einige Höhepunkte im Überblick.

Augsburg feiert sein Wasser – die Flüsse und Kanäle in der Stadt, die Prachtbrunnen und natürlich die ausgeklügelte Technik, die Privathaushalten schon im 16. Jahrhundert Trinkwasser bescherte und mit der sich die Stadt um den Titel des Unesco-Welterbes bewirbt.

In der Sonderausstellung „Wasser Kunst Augsburg. Die Reichsstadt in ihrem Element“ präsentiert das Maximilianmuseum das Thema Wasser in vielen Facetten. 225 Exponate gibt es zu sehen, darunter viele Leihgaben aus berühmten Sammlungen und Museen wie dem Grünen Gewölbe in Dresden oder der Sammlung Thyssen-Bornemisza. Viele Stücke stammen aber aus Augsburger Beständen, manches wurde in der Vorbereitung auf die Ausstellung auch erst entdeckt, wie die Aufzeichnungen des Brunnenmeisters Pilgram Marpeck. Das sind die Eckpfeiler der laufenden Sonderausstellung:

  • Laufzeit der Ausstellung bis 30. September
  • Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, am Donnerstag bis 20 Uhr
  • Eintritt 9 Euro
  • Rahmenprogramm Zahlreiche Veranstaltungen und Führungen wie die Blauen Stunden mit Musik im blau erleuchteten Museum und Cicerones, die Erklärungen zu einzelnen Kunstwerken geben; blau gekleidete Besucher zahlen 3 Euro (11. August und 8. September jeweils von 18.30 bis 23 Uhr). Bei den Wasserperlen werden außergewöhnliche Leihgaben präsentiert (25. Juli, 8. und 22. August und 5. September jeweils 12 - 12.30 Uhr).

Hier ein kleiner Überblick, welche Exponate Sie gesehen haben sollten:

Eine japanische Sirene aus Fischhaut, die Seeleute als Souvenir mitbrachten.
Bild: Ulrich Wagner

Skurril: Eine Art japanischer Wolpertinger ist diese Sirene die um 1800 in Japan aus Fischhaut, Fell, und Marderkrallen gefertigt wurde. Sie war ein beliebtes Souvenier, das Seeleute von ihren Reisen mitbrachten.

Diese Prunkschale besteht aus Bergkristall.
Bild: Ulrich Wagner

Kostbar: Wie kostbar Wasser ist, versinnbildlicht diese Prunkschale, die ein Seeungeheuer darstellt. Die Körperteile sind aus Bergkristall geschnitten und durch Goldfassungen zusammengefügt.

Vasen, die die Elemente repräsentieren.
Bild: Ulrich Wagner

Überragend: Für den Landgrafen von Hessen-Kassel schuf der Augsburger Goldschmied Albrecht Biller diesen prächtigen Vasen-Satz. Er zeigt Allegorien für die vier Elemente Erde (Hund), Feuer (Drache), Luft (Adler) und Wasser (fischschwänzige Seepferde). Während die anderen Elemente kleiner und jeweils doppelt vorhanden sind, bildet das Element Wasser als Solitär den überragenden Mittelpunkt dieses Ensembles.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Modelle der Pumpen von Caspar Walters.
Bild: Ulrich Wagner

Lehrstücke: Das Herzstück der Ausstellung ist die Modellkammer mit den hydrotechnischen Pumpwerken Caspar Walters, der zwischen 1740 und 1768 Brunnenmeister in Augsburg war und als ihr bedeutendster gilt. Die Hartholzmodelle dienten als Anschauungsmaterial für Handwerker und Auftraggeber und erklärten die Funktionsweise von Pumpwerken, Wasserrädern, Mühlen, Wehren und Türmen.

Museumsleiter Christoph Emmendörffer vor den Aufzeichnungen des Brunnenmeisters Pilgram Marpeck.
Bild: Ulrich Wagner

Urknall: Die Anfänge der Trinkwasserversorgung im Jahr 1558 markieren diese Hinterlassenschaften des Brunnenmeisters Pilgram Marpeck: Eine Gebrauchsanweisung, wie das Brunnen- und Leitungssystem instand zu halten ist, und ein Verzeichnis der Bürger, die einen privaten Wasseranschluss hatten. „Das ist der Urknall der Wasserversorgung in Augsburg“, meint Museumsleiter Christoph Emmendörffer (im Bild).

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