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28.02.2009

"Weltparlament der Clowns" mit Beifall empfangen

Dresden (dpa) - Das "Weltparlament der Clowns" hat bei einer Vorstellung in Dresden für viel Lachen, aber auch nachdenkliche Momente gesorgt.

Denn als der Amerikaner Patch Adams nach lustigen Nummern von Clowns-Kollegen über seine Einsätze im Kriegsgebiet von Afghanistan berichtete und Bilder eines schwer verletzten Kindes auf der Leinwand zu sehen waren, stockte dem Publikum im Schauspielhaus der Atem. Der amerikanische Arzt gilt als Gründungsvater der "Medi-Clowns", die in Krankenhäusern auftreten und auf die heilsame Wirkung des Lachens setzen. Seine Geschichte wurde im Film "Patch Adams" mit Robin Williams in der Hauptrolle erzählt.

Adams, der in Dresden ein Plüsch-Huhn auf dem Kopf trug und einen Gummi-Karpfen in der Hand hielt, berichtete den Zuschauern über seine Wandlung vom Arzt zum Humoristen. Oft habe er mit seiner Arbeit als Clown gewalttätige Situationen auf der Straße entschärfen können - "wie ein Superheld". Adams, der auch im Alltag bewusst Clownskleider trägt, trat bisher in rund 70 Ländern auf, auch in Kriegsgebieten, Flüchtlingslagern und in Regionen, die von Naturkatastrophen heimgesucht wurden. 2008 arbeitete er auf Einladung der kubanischen Regierung mit 40 Berufskollegen in dem Insel-Staat, um den von Hurrikans betroffenen Kubanern wieder Mut und Freude zu machen.

Das vor zwei Jahren gegründete "Weltparlament der Clowns" - ein Verbund von Vertretern dieser Zunft - war ursprünglich nach Dresden gekommen, um auf einem Weltkulturforum in der Elbestadt aufzutreten. Die Veranstaltung wurde allerdings mit Verweis auf die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Herbst verschoben. Bei der Show im Schauspielhaus traten unter anderem die Russin Antoschka, Pepa Plana aus Spanien, der Schweizer Olli Hauenstein und der deutsche Clown Cornelius auf. Getreu dem Vorsatz, dass auch in schlechten Zeiten ausgiebig gelacht werden darf, boten sie ein dreistündiges Programm. Zu Beginn stimmte ein Lach-Yogalehrer die Zuschauer ein, von denen nicht wenige im Kostüm oder zumindest mit einer Pappnase erschienen waren.

www.clownship.org

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