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22.03.2009

Wettbewerb für Vertriebenen-Ausstellung

Wettbewerb für Vertriebenen-Ausstellung
Bild: DPA

Berlin (dpa) - Für das im März 2008 von der Bundesregierung beschlossene Dokumentationszentrum über Flucht und Vertreibung im Berliner Deutschlandhaus soll nach dpa-Informationen noch in diesem Jahr der Wettbewerb ausgeschrieben werden.

Als Standort sind zwei Etagen in dem Gebäude am Anhalter Bahnhof unweit des Potsdamer Platzes vorgesehen. Sie sollen in den kommenden Jahren für etwa 29 Millionen Euro umgebaut und eingerichtet werden. Die jährlichen Kosten werden bisher auf 2,4 Millionen Euro veranschlagt.

Die eigentlichen Umbauarbeiten im Deutschlandhaus können jedoch erst nach der haushaltsrechtlichen Absicherung des Bundes erfolgen. Dann müssten auch die jetzigen Mieter das Haus verlassen. Dort haben unter anderem die Stiftung des Holocaust-Denkmals sowie der Bund der Vertriebenen Büros sowie die Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) mit einem Medienzentrum ihre Berliner Außenstelle. Die Bundeszentrale will das Deutschlandhaus vermutlich zum Jahreswechsel räumen.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat Parlament, Verbände und Organisationen aufgefordert, ihm bis zum 31. März 2009 die Vertreter für den aus 13 Mitgliedern bestehenden Stiftungsrat zu benennen. Der Bund der Vertriebenen (BdV) lässt einen der drei ihm zustehenden Sitze frei, nachdem es einen heftigen Streit und Widerstand vor allem aus Polen um die Besetzung eines Stiftungssitzes mit seiner Präsidentin Erika Steinbach gegeben hatte.

Das Dokumentationszentrum soll unter dem Dach des Deutschen Historischen Museums in Berlin Erinnerung und Gedenken an das "Jahrhundert der Vertreibungen" und das damit verbundene tiefe menschliche Leid in Europa wach halten und zur Versöhnung beitragen. Dabei sollen "der historische Kontext, Ursachen und Beweggründe von Flucht und Vertreibung differenziert dargestellt werden". Geplant ist auch die Dokumentation persönlicher Einzelschicksale.

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