Eine Gemeinde kauft 50 Flaschen Whiskey für insgesamt 1940 Euro, vier davon werden verschenkt. Wie viele Flaschen bleiben der Gemeinde als Präsente noch übrig? Wer ein wenig von Menschen und Alkohol versteht, rechnet an dieser Stelle womöglich intuitiv und fern aller Mathematik richtig. Keine!
Dass Alkohol spurlos verschwindet, ein bekanntes Phänomen, das immer wieder für Verwunderung sorgt. War die Eierlikörflasche beim letzten Besuch von Helga nicht noch zum Drittel gefüllt. Also gut zum Viertel, auf jeden Fall mehr, als doch dieser millimeterhohe gelbe Rest am Flaschenboden. Wer war da dran? Der Hund? Und kann es sein, dass aus der Flasche Wein über Nacht die Hälfte entwichen ist. Man hatte doch gestern maximal nur ein kleines Gläschen … Sehr merkwürdig.
46 Flaschen, die fehlen, sind aber schon eine andere Hausnummer. Und damit ab in den Schwarzwald, nach Appenweier, wo man gerade über eben 46 Flaschen feinsten Schwarzwald-Whiskey streitet. Verschwunden oder nicht verschwunden? Die Gemeinderäte vermuten, dass der Whiskey längst durch irgendwelche Kehlen geflossen ist oder sich anderweitig verdünnisiert hat. Der Bürgermeister widerspricht. Die Flaschen seien eingelagert. Wo, das will er aber nicht sagen, denn „eine Verpflichtung, Repräsentationsbestände gegenüber einzelnen Gemeinderäten vor Ort zu verifizieren oder Lagerorte offenzulegen, besteht nicht.“ Nun soll das Landratsamt klären, wo die restlichen Flaschen sind …
Für alle, die gerne weiterrechnen wollen: Wie viel kostet eine Flasche Whiskey? Und: Welcher Schaden wäre der Gemeinde im Falle des Verschwindens entstanden? Für alle anderen aber: Machen wir an dieser Stelle einfach mal den Korken drauf!
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