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Premiere
10.12.2021

Mozarts Figaro endet am Theater Ulm in der Putzkolonne

Nahkampf zwischen Erotik und Standpauke: Susanna (Maria Rosendorfsky) streckt ihren Figaro (Martin Gäbler) nieder. Nur wer betrügt und übertölpelt hier wen?
Foto: Martin Kaufhold

Plus Rahel Thiel inzeniert "Le nozze di Figaro" mit tolldreistem Hormon-Überschwang und zugleich mit psychologischem Feingefühl. Ein Kehraus für die großen Triebe.

Am Ende rückt die Putzkolonne an: Figaro und seine Susanna, der kleine Cherubino mit der Barbarina, sogar Graf samt Gräfin greifen zum Kehrbesen. Sie fegen mürrisch das Herbstlaub vom Parkett, das auf die Ulmer Theaterbühne geprasselt war – im Lauf von drei fulminanten Stunden mit Mozart, mit Spaß, Tempo und Frivolitäten. Aber der größte Straßenbesen nützt nichts bei Figaros Hochzeit, bei dieser Ulmer „Le nozze di Figaro“. Da liegt der gesammelte Schmutz von Intrigen, Täuschung, Techtelmechtel, inklusive Mann-Frau-Verwirrspiel, also das zerdepperte Beziehungsporzellan unterm gefallenen Kronleuchter – und der Kater auf den Rausch steht den Figuren ins Gesicht geschrieben. Bis in die gezückten Augenbrauen. Und dazu braust aus dem Orchestergraben auch noch einmal locker-flockig Mozarts Sinfonia, Ouvertüre da capo, von Takt eins auf. Aber haben sich jetzt doch wieder alle lieb, die sich lieb haben sollen? Und was war das nur für ein Spiel? Figaros Hochzeit feiert im Großen Haus Premiere. Dabei gibt eine junge Regisseurin ihr Ulmer Debüt und der neue Generalmusikdirektor Felix Bender dirigiert seine erste Oper am Haus.

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