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Ehrung

29.11.2018

125-mal Blut von Stadtrat Handtrack

Ehrungsabend mit den Blutspendern im Landsberger Klinikum.
Bild: Hertha Grabmaier

Das Rote Kreuz organisiert eine Feier für die fleißigsten Spender aus dem Landkreis

64 Prozent aller Deutschen halten Blutspenden für wichtig, jedoch nur 3,5 Prozent gehen regelmäßig hin und übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft, so der Geschäftsführer des Kreisverbands des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Andreas Lehner. Er sagte dies im Rahmen der Ehrungsfeier für Blutspender im Kasino des Klinikums.

Dabei wurde nicht nur Blutspenden als Gemeinschaftserlebnis beschrieben, sondern auch die komplizierte Aufbereitung des Lebenssaftes und Patienten vorgestellt, die auf Spenderblut angewiesen sind. 68 Personen hatten sich auf Einladung des BRK im Foyer eingefunden und nahmen, aufgeteilt in zwei Gruppen, an einer Führung durch das Klinikum teil.

Gisela Stadler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, zeigte neben dem OP-Bereich das ambulante Zentrum und wichtige Abteilungen, wobei sie auch viel über die Geschichte des Klinikums zu berichten wusste. Besonders interessant für die 47 Spender und zehn Helfer war das Labor, in dem Ulrike Hermann, leitende MTA, erläuterte, wie das Spenderblut aufbereitet wird und auch einen Blick in den Gefrierschrank freigab, in dem das Blutplasma lagert.

Mit Gerhard Gschwill, der die Technik des Hauses seit 25 Jahren leitet, ging es in den Untergrund, wo viel zu erfahren war, über aufwendige Bettenreinigung, moderne Haustechnik mit computergesteuerter Lüftungsanlage, Wasserzentrale, Stromversorgung und Heizungsanlage. Nach einem gemeinsamen Abendessen wurden Spenderinnen und Spender für 25, 50, 75, 100 und sogar eine 125-malige Blutabgabe mit goldener Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet. BRK-Kreisvorsitzender Alex Dorow, der mit „Blut ist ein ganz besonderer Saft“ Goethe zitierte, bedankte sich zusammen mit Claus Lang vom Kreisverband und Andreas Lehner, der auch seine Stellvertreterin Marianne Asam für 50 Mal Blutspenden ehren durfte, bei jedem einzelnen Spender ganz persönlich.

Stadtrat Jost Handtrack gehe schon seit seiner Studien- und Bundeswehrzeit zum „Aderlass“, mittlerweile 125-mal, erzählte er dem LT, das tue auch ihm gut. Seine Blutgruppe 0 negativ könne allen übertragen werden und sei daher besonders gefragt.

Siegfried Schüßler, einer der 50-fachen Spender, berichtete auf Nachfrage, er habe sich nach dem Motorradführerschein auch als Organspender registrieren lassen. Als Rückenmarkspender sei er ebenfalls typisiert. Besonders gewürdigt wurde heuer auch der Einsatz aller Helferinnen und Helfer, ohne die ein reibungsloser Ablauf der Blutspende nicht möglich wäre, dazu würden dringend noch Freiwillige gesucht, so Andreas Lehner.

Menschen, wie Christa Böhm aus Geretshausen, selbst langjährige Spenderin. Sie wollte gerne etwas von dem zurückgeben, was für sie bei einer Operation 1986 überlebensnotwendig war. Alle Befragten haben die gleiche Motivation, sich aktiv für Andere einzusetzen, wie Michael Hirschvogel, der 100-mal spendete und auch als Helfer unermüdlich im Einsatz ist. (gra)

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