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Dornstetten

11.08.2016

21 neue Häuser in Dornstetten

Symbolfoto
Bild: Gönül Frey

Das Dorf soll zusammenwachsen. Bis es so weit ist, könnte aber noch viel Wasser den Lech hinunterfließen. Auch in Unterdießen sollen einige Bauplätze erschlossen werden.

Die beiden historischen Siedlungsteile von Dornstetten (bei der St.-Gangwolf-Kirche und am Lech) werden in den nächsten Jahren zusammenwachsen. Denn in dem Unterdießener Ortsteil soll ein Neubaugebiet mit 21 Grundstücken entstehen. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag wurde der Entwurf des Bebauungsplans vorgestellt. Werner Dehm und Sabrina Kaeschner vom beauftragten Planungsbüro OPLA aus Augsburg erläuterten den Ratsmitgliedern ihre Empfehlungen.

Bereits zu Beginn erwähnte Sabrina Kaeschner, dass eine artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt werden musste, da das Gebiet an zwei Biotope grenzt. Daraus folge, dass für Rodungen, die gemacht werden müssen, Ersatzpflanzungen zu tätigen sind. Zudem seien zehn Nistkästen und weitere landschaftspflegende Maßnahmen nötig.

Zu Diskussionen kam es bei den Vorgaben zur Bauweise – gerade mit Blick auf die erlaubten Dachformen. Das Planungsbüro empfahl die Zulassung von gleichgeneigten Satteldächern und Pultdächern. Anna Diem-Sickinger sagte, man solle doch mehr Formen zulassen, damit die Bauherren ihr Wunschdach verwirklichen könnten. Zweite Bürgermeisterin Marie-Luise Raffalt, die die Sitzung stellvertretend für den erkrankten Bürgermeister Alexander Enthofer leitete, gab zu bedenken, dass man sich in Dornstetten in ländlicher Umgebung befinde. Da müsse man mit moderner Architektur vorsichtig sein. Als Kompromiss beschloss der Gemeinderat, das versetzte Pultdach unter Begrenzung der Neigung zuzulassen.

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Außerdem entschieden die Gemeinderäte, neben roten und braunen Dachplatten auch graue Farbtöne wie Anthrazit zuzulassen. „Dazu haben uns in der Vergangenheit aus anderen Wohngebieten viele Genehmigungsanträge erreicht“, sagte Raffalt. Zudem wolle man nur Einzel- und Doppelhäuser erlauben. Jeden Grundstückseigentümer wolle man des Weiteren dazu verpflichten, mindestens einen Baum in Straßennähe zu pflanzen, um den Straßenraum zu verschönern.

Planer Werner Dehm machte deutlich, dass man versuche, den Bauherren so viele Freiräume wie möglich zu gewähren. „Die Erfahrung hat uns aber gezeigt, dass man genau festlegen muss, was man will, um böse Überraschungen zu vermeiden.“ Im nächsten Schritt werde jetzt die Bevölkerung in den Planungsprozess eingebunden. Die Erschließung des Gebietes werde dann in mehreren Bauabschnitten durchgeführt. „Bis es soweit ist, wird aber noch viel Wasser den Lech hinunterfließen“, so Dehm weiter.

Die künftigen Bauplätze sollen überwiegend an Einheimische verkauft werden, erklärte Gerhard Schmid, der Geschäftsstellenleiter in der Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal, auf Nachfrage. Die für die Bebauung vorgesehenen Flächen seien bereits von der Gemeinde erworben worden. Die vorgenommene Parzellierung der Wiesen beiderseits der Straße „Am Lech“ sei auf Veranlassung der Vorbesitzer erfolgt, entspreche aber nicht dem, wie die Gemeinde das Areal nun aufplanen wolle.

Ein kleineres Neubaugebiet soll auch in Unterdießen zwischen der Kirche, dem Kirchweg und dem westlich anschließenden Wald entstehen. Auch diese Wiesenfläche sei bereits von der Gemeinde gekauft worden, so Schmid.

An der Kirche sollen Parkplätze angelegt werden, erklärte Schmid, ebenso ein barrierefreier Zugang zum Gotteshaus. Im weiteren Verlauf sollen in Richtung Dorf vier bis fünf Bauparzellen erschlossen werden. Der Planungsauftrag wurde dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München erteilt. Das Baurecht soll in einem beschleunigten Verfahren geschaffen werden.

Zudem stimmte der Gemeinderat der Erweiterung der Kiesgrube in Oberdießen zu.

Marie-Luise Raffalt informierte den Gemeinderat über die Teilnahme der Gemeinde am Stadtradeln. In zwei Bereichen erhielt Unterdießen jeweils eine Urkunde mit der Auszeichnung in Silber.

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