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Petition aus Holzhausen

22.04.2015

2280 Unterschriften gegen das Bootshaus

2280 Bürger haben eine Petition gegen ein Bootshaus der Polizei am Holzhauser Dampfersteg unterschrieben. Daniel Fusban und Wolf-Dietrich Lüps gaben die Listen am Dienstag morgen im Innenministerium ab: (Von links) Daniel Fusban, Staatssekretär Gerhard Eck, Wolf-Dietrich Lüps, Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel sowie Roland Kerscher (zuständig im Innenministerium für die Liegenschaften der Polizei)
Bild: Stephanie Millonig

Daniel Fusban und Wolf-Dietrich Lüps bei Innenstaatssekretär Eck. Gibt es noch andere, verwirklichbare Standorte für Boote der Dießener Polizei?

2280 Bürger protestieren mit ihrer Unterschrift gegen den Bau eines Bootshauses am Holzhauser Dampfersteg für die zwei Boote der Dießener Polizei. Am Dienstagmorgen brachten der Vorsitzende des Vereins „Unser Dorf“ Wolf-Dietrich Lüps und Daniel Fusban die Petition ins Bayerische Innenministerium. Dort ist man für Gespräche offen, scheint aber am Standort Holzhausen festhalten zu wollen: „Ich kann Ihnen nicht zusagen, dass es nicht kommt“, sagte Staatssekretär Gerhard Eck, der sich Zeit nahm, mit Fusban und Lüps zu diskutieren.

Die Gegner des Projekts sehen ein großes Bootshaus an dieser Stelle als absolut unpassend und den einmaligen Blick zerstörend an. Der Dampfersteg in Holzhausen sei ein Ort, „an dem die Menschen immer wieder gerne verweilen, um das freie Seepanorama von Stegen im Norden über die östlichen Moränenhügel mit Andechs bis hin zu dem einzigartigen Alpenpanorma im Süden zu genießen“, heißt es in einem Positionspapier des Vereins, der die Initiative dampferstegholzhausen.de gegründet hat. Die Planungen werden als unverhältnismäßig angesehen und es wird bezweifelt, ob ein Bootstyp wie der des Polizeibootes WSP7 wirklich nötig ist für die Polizeiarbeit am Ammersee. Eingeschaltet hat sich hier auch der Landsberger Landtagsabgeordnete der Grünen, Ludwig Hartmann, der in einer Anfrage an die Staatsregierung unter anderem die statistischen Zahlen zu den Einsätzen der Dießener Wasserschutzpolizei wissen will. Die Antwort steht noch aus.

Der Verein argumentiert unter anderem damit, dass das Boot auch weiterhin sommers am Dießener Dampfersteg stationiert sein könnte, oder man solle es an der Werft in Stegen unterbringen. Daniel Fusban brachte noch eine andere Variante ins Spiel. Er hat ein Bootshaus in Dießen gefunden, welches der Freistaat kaufen könnte. Freilich ist dieses Gebäude zu klein für das große Polizeiboot und das Flachwasserboot. So hat Fusban auch nach einem passenden Gefährt gesucht: ein 7,50 Meter langes Festrumpf-Schlauchboot, welches seiner Recherche nach auch von der Bundespolizei genutzt wird.

Staatssekretär Eck vertraut in diesem Zusammenhang jedoch der Sachkompetenz im eigenen Haus, wie er sagte. Er geht davon aus, dass es am Ammersee Witterungssituationen gibt, bei denen ein derart großes Boot nötig ist. Eck ist „die Sicherheit der Mannschaft“ wichtig. Und irgendwo müsse man die Situation schaffen, wo das Boot untergebracht werden könnte. „Wir wollen es nicht gegen die Bürger machen“, strebt Eck verträgliche Lösungen an. Er will das Gebäude möglichst niedrig halten und es soll längs des Steges situiert werden, damit es nicht so dominant wirkt. „Wir kommen entgegen, so weit wie möglich.“

CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel sprach an, dass die Einsatzfähigkeit gewährleistet werden müsse. Die Polizei will ganzjährig ausrücken können, derzeit wird das Polizeiboot von Oktober bis Ostern aus dem Wasser genommen.

Eck sicherte zu, dass sowohl die Standortvarianten, als auch der Kauf eines kleineren Bootes als Alternativen geprüft würden. Außerdem werde versucht, bei einer Planung am Holzhauser Dampfersteg, das Gebäude nicht über das Geländer hinausragen zu lassen. Einer grundsätzlichen Angst von Lüps, Fusban und ihren Mitstreitern können die Münchner Sicherheitsexperten damit aber nicht begegnen: Sie fürchten, dass der Dampfersteg irgendwann für die Öffentlichkeit ganz gesperrt wird, sollte es zu Vandalismus am Bootshaus der Polizei kommen. „Und dies wäre ein Verlust von Heimat für uns alle“, so Fusban.

Termin In der Uttinger Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 23. April, ab 19.30 Uhr in der Bayerischen Verwaltungsschule in Holzhausen stellen Experten von Polizei und Innenministerium die Planung vor. Gegner des Projekts wollen sich schon um 19 Uhr am Dampfersteg treffen

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