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Jugendhilfe

23.11.2018

61 junge Männer sind in Ausbildung

Bis zum Juli vergangenen Jahres wurden im Landkreis Landsberg 164 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreut. 61 von ihnen haben mittlerweile eine Ausbildungsstelle.

Wie es den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Landkreis ergangen ist

Im Jugendhilfeausschuss hat Reinhild Thosz vom SOS-Kinderdorf über die Situation der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber (UMA) berichtet. Vom Juni 2014 bis Juli 2017 seien 164 dieser Jugendlichen aufgenommen worden. Acht seien sofort nach der Ankunft verschwunden. Zwei seien in den Kosovo ausgewiesen worden, drei freiwillig in ihr Heimatland zurückgereist, elf im Laufe der Zeit entlassen worden ohne nähere Informationen über ihren weiteren Verbleib, 28 aus der Jugendhilfe entlassen worden und neun seien im Familiennachzug aus der Jugendhilfe sowie einer adoptiert worden.

61 junge Männer seien in Ausbildung, zwei hätten diese bereits erfolgreich abgeschlossen und arbeiteten. Ausbildungsberufe seien im Einzelhandel, in den Metallberufen oder auch in der Altenpflege. Weitere elf arbeiten laut dem Bericht von Reinhild Thosz, zwei erhielten keine Arbeitserlaubnis. Elf seien in der Mittelschule, elf besuchten die Berufsschule und vier das sonderpädagogische Förderzentrum.

Weitere Themen im Jugendhilfeausschuss waren:

Künftig wird der Landkreisanteil für den Kreisjugendring budgetiert: 60000 Euro stehen der Organisation zur Verfügung. Der Bitte der Organisation, auch die Stundenzahl einer Verwaltungskraft, die für das Übernachtungshaus in Utting zuständig ist, von 25 auf 39 Stunden zu erhöhen, wurde nicht nachgekommen. Landrat Thomas Eichinger war dagegen, weitere externe Verwaltungskräfte zu finanzieren. Er schlug vor, die Gebühren für das Übernachtungshaus zu erhöhen.

Weitergeführt wird die Fachberatungsstelle für Opfer sexualisierter Gewalt im Kindes- und Jugendalter durch das SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech in Landsberg. „Langfristig wird eine halbe Stelle nicht ausreichen“, sagte Einrichtungsleiterin Dr. Susanne Dillitzer. Die Zahl der Fälle nimmt zu, wie Bianca Karlstetter berichtete. Im zweiten Halbjahr 2016, als die Stelle geschaffen wurde, hatte sie sechs Fälle zu betreuen, 2017 schon 27 und heuer werden es laut Prognose 38. Für ein Erstgespräch falle teilweise eine dreiwöchige Wartezeit an. Neben der Beratung zählt auch Prävention zum Aufgabenbereich von Bianca Karlstetter.

Alle zwei Jahre wird die netzwerkbezogene Kinderschutzkonzeption überarbeitet. Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung der neuen Version zugestimmt. Da in der frühen Kindheit zentrale Weichen fürs Leben gestellt werden, versucht diese Konzeption ein Netzwerk aus Hilfsangeboten für Familien in belastender Lebenssituation zu knüpfen. Zielgruppe sind werdende Eltern und Eltern von bis zu dreijährigen Kindern.

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