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02.02.2010

624 000 Euro an Investitionen gestrichen

Dießen Der Dießener Finanzausschuss hat in der jüngsten Sitzung noch mal den Rotstift angesetzt und insgesamt eine Summe von 624 000 Euro bei den Investitionen im Vermögenshaushalt gestrichen. Denn obwohl rund drei Millionen aus den Rücklagen genommen werden, um sowohl die laufenden Geschäfte als auch Investitionen zu finanzieren, verblieben nach Kürzungen am Verwaltungshaushalt in der vorvergangenen Sitzung rund 565 000 Euro, die über einen Kredit hätten finanziert werden müssen. "Das gilt es herunterzufahren", so Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger). Dr. Wolfgang Salzmann (CSU) wäre es am liebsten gewesen, noch mehr einzusparen, schließlich zehre man die Rücklagen auf.

Die Mitglieder des Finanzausschusses gingen dann auch konzentriert an die Arbeit: Es ging um einige kleinere Summen, wie die Reduzierung des Etats für den Ankauf von Kunstgegenständen von 12 000 auf 7500 Euro, zumeist waren es aber größere Beträge, die es auch inhaltlich zu diskutieren galt.

Sitzungssaal wird nicht so teuer

Dass die Ausstattung des Sitzungssaales günstiger wird, dazu gab es schon im Vorfeld Beschlüsse, der Ansatz wird von 125 000 Euro auf 50 000 reduziert. Beim Strandbad St. Alban wird ein Betrag von 18 000 Euro für die Erweiterung der Radlstellplätze gestrichen. Eine Neugestaltung könnte im Rahmen des anstehenden Bebauungsplanes angegangen werden. Das Schwimmfloß soll zwar erneuert werden, man will sich jedoch um Eigeninitiative bemühen, die Gemeinde stellt lediglich das Material, Ansatz: 5000 Euro statt 10 000 Euro.

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Das Strandbad Riederau wird saniert werden, 99 000 Euro sind eingestellt. Hintergrund ist auch, dass die Rettungsstation hergerichtet wird mit dem Fernziel, eine Wasserwacht Riederau aufzubauen, wie Olaf Raabe von der Dießener Wasserwacht in der Sitzung sagte.

In den Seeanlagen wäre zwar ein Stromverteilerkasten wünschenswert, an dem Veranstalter anschließen können, so die einhellige Meinung, angesichts eines Angebots von über 90 000 Euro nimmt man davon jedoch Abstand.

Seepodest für heuer gestrichen

Die größten Summen strich der Ausschuss im Bereich Straßenbau und Maßnahmen der Städtebauförderung ein: Im Finanzplan ein Jahr verschoben werden die Gestaltung der Festwiese und der Bau eines Seepodestes, um auf das Wasser blicken zu können. 275 000 Euro an Ausgaben stehen hier Einnahmen von 123 000 Euro aus dem Konjunkturpaket gegenüber. Auch die beiden Querungshilfen (236 000 Euro) an der Lachner Straße sollen heuer wegfallen, stattdessen sind 10 000 Euro eingeplant für den möglichen Erwerb einer mobilen Ampel wie die in Riederau.

Auch die Ausgaben für den zweiten Bauabschnitt an der Vogelherdstraße entfallen, da es unwahrscheinlich ist, dass die Grundstücksverhandlungen noch 2010 abgeschlossen werden können. Im Haushalt bleibt dagegen die Summe von 120 000 Euro für die Umgestaltung des Bahnübergangs Bierdorf.

Kontrovers diskutiert wurde der Ansatz von 277 000 Euro für den Bau von Fotovoltaikanlagen auf Schule und Bauhof. Laut Kirsch hat eine Studie ergeben, dass die Dächer sehr geeignet sind. Roland Kratzer (Dießener Bürger) sieht es jedoch nicht als gemeindliche Aufgabe an, Strom zu erzeugen. Hier gab es die einzige Abstimmung: Mit 5:4 Stimmen war die Mehrheit dafür, den Posten von 277 000 Euro im Haushalt zu belassen. Am kommenden Montag soll im Gemeinderat der Haushalt beschlossen werden.

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