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Rott

30.05.2016

70 Jahre Engagement für die Heimat

Der Heimat- und Trachtenverein „D´Rottbachtaler“ Rott feierte am Samstag das 70-jährige Gründungsfest.
Bild: Gisela Klöck

„D´Rottbachtaler“ feierten am Wochenende mit über 500 Gästen – trotz eines Unwetters kurz vor Beginn.

Der Heimat- und Trachtenverein „D´Rottbachtaler“ Rott feierte am Samstag das 70-jährige Gründungsfest im Festzelt am Seehäusl am Engelsrieder See. Nur wenige Stunden vor Beginn der Feierlichkeiten war ein heftiger Hagelschauer und Regen am Seehäusl niedergegangen und so fand der Festgottesdienst im Festzelt am Vereinestadel statt. Die Besucher konnten wegen überfluteter Wiesen und Zufahrtsstraße nur schwer Parkmöglichkeit finden. Im Zelt hatte 30 fleißige Helfer die Schäden des Unwetters beseitigt und der Festabend „70 Jahre Heimat- und Trachtenverein „D´Rottbachtaler“ Rott konnte trotzdem planmäßig beginnen.

Die Bühne für die Messe im Vereinestadel war eingerahmt von den Standarten des Lechgaus, im Hintergrund üppiger Blumenschmuck und ein schön gerichteter Altar. Hermann Pfisterer und der Rotter Männerdreigesang sorgten für den festlichen musikalischen Rahmen. Pfarrer Michael Vogg zelebrierte die Messe und fesche Trachtlerinnen lasen die Fürbitten.

Vogg gestaltete seine Predigt unter dem Motto: „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – das Kinderspiel übertrug er auf den Glauben. Der Blick auf das mit Trachtlern volle Zeit sei schön, „im Spiel sehen wir, mit welchen Augen der Mitspieler sieht.“ Jesus lasse sich auf die Sichtweise anderer ein und weite durch Nähe und Vertrauen den Blick der Menschen auf Gott. Aus dem Blickwinkel Gottes die Menschen zu sehen, im Trachtenverein und in der Kirche Tradition „nicht zu eng denken“, im Gespräch mit Mitmenschen anderer Konfessionen mit glaubenden, offenen Augen und weitem Herzen den anderen zu sehen – das waren die Kernaussagen seiner Predigt

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Nach kurzer Umbauphase begann der Festabend mit dem Auftanz der Rottbachtaler, einer starken Gruppe mit viel Jugend. Dann begrüßte Martin Krötz, seit 2013 Vorstand des Rotter Trachtenvereins, Ehrengäste wie die Altlandräte Erwin Filser und Walter Eichner, Bürgermeister Quirin Krötz, Gauvorstand Franz Multerer, Gauehrenvorstand Florian Echtler, Vorstände und Mitglieder des Lechgauverbandes und die Trachtler des Nachbarvereins Wessobrunn. Er dankte den 30 Helfern, die nach dem Unwetter aufgeräumt hatten.

Korbinian Hurnaus führte durch den weiteren Abend. Der Patenverein Alpenrose Peiting gratulierte mit dem „Vereinstanz“ und einem Geschenk zum Jubiläum.

Bürgermeister Quirin Krötz blickte auf das Vereinsgeschehen zurück. So sei die Fronleichnamsprozession ohne Tracht nicht vorstellbar. Die Jugend zum Wohl und zur Bestandsicherung der Trachtler zu begeistern gelinge im Verein sehr gut, sagte der Gemeindevorstand. Wichtig sei, die eigenen Wurzeln – der Dialekt, das Liedgut und das G´wand – und die eigene Identität. Alle Ortsvereine helfen zusammen zu bewahren, sagte er.

Das Zelt hatte sich mittlerweilen gefüllt und rund 500 Trachtler und Festgäste verfolgten das Programm. Die Wurzberger Reichling brachten mit strammen Burschen den Bänkler perfekt dar. Anton Hager las aus der Vereinschronik und schloss mit dem Appell, „Sitten und Gebräuche zu bewahren, damit das kleine Fleckchen Erde als geliebte Heimat erhalten bleibe“. Die Rottbachtaler brachten den „Ammerseer“ dar und die Lechroaner aus Epfach hatten den Sterntanz mitgebracht. Ein Grußwort sprach Gauvorstand Franz Multerer. Er erinnerte an große Feste und Veranstaltungen.

Der „Schnagglwalzer“ war danach der Beitrag der Lechsbergler aus Apfeldorf. Den Knappentanz hatten die Peitinger dabei, und nach dem „Zwoasteirer“ des Jubiläumsvereins schloss Martin Krötz mit einem kurzen Schlusswort.

Bereits am Freitagabend hatte die Trachtenkapelle Wessobrunn zum Bayerischen Abend mit Tanz zünftig aufgespielt und am gestrigen Sonntag fand der Gaujugendtag am Seehäusl mit 400 Kinder und Jugendlichen statt.

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