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80. Sonderausstellung zur Saisoneröffnung im Malura Museum

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80. Sonderausstellung zur Saisoneröffnung im Malura Museum

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    Der Maler Peter Hauber aus Oberdießen neben seinem Werk "Sonnenaufgang".
    Der Maler Peter Hauber aus Oberdießen neben seinem Werk "Sonnenaufgang". Foto: Romi Löbhard

    Saisoneröffnung im Malura Museum in Oberdießen und dann auch noch mit einer runden Zahl: Wenn die Galerie nicht längst von überregionaler Bedeutung wäre und für Ausstellungseröffnungen seit Jahren das Wort „Besuchermangel“ ein Fremdwort ist, dann hätte vielleicht die Zahl „80“ für einen neuen Rekord sorgen können. Doch die ehemalige, ursprünglich dem Verfall preisgegebene Mühle, die dank Oswald Malura zu einem Museum und einem Schmuckstück für den Ort wurde, ist dem Geheimtipp entwachsen und wird mittlerweile „schnell genannt bei Kunstorten im Landkreis“, wie Dr. Thomas Goppel in seinem Grußwort zur Saisoneröffnung 2026 sagte. Das Malura Museum sei zwar klein in den Ausmaßen, so Dr. Goppel, aber groß als Standort.

    Evi Baumeister würdigt Maler und Lehrer Peter Hauber

    Ja, es ist bereits die 80. Sonderausstellung, die musikalisch umrahmt vom Duo Elisa Zappe (Cello) und Kilian Naumann (Klavier), von den Hausherren Elke und Andrew Malura zum Saisonbeginn 2026 eröffnet wurde. Ausstellender Künstler ist der seit vielen Jahren in Oberdießen lebende Peter Hauber. Er zeigt unter dem Titel „Zeitraum“ Bilder, die in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind. Dass der ausstellende Künstler einer aus dem Ort ist, begeistere ihn ganz besonders, betonte Bürgermeister Alexander Enthofer in seinem Grußwort. Er verstehe ja nicht viel von Kunst, meinte Enthofer wie fast jedes Jahr schmunzelnd, „aber das hier“, sagte er in die Runde deutend, „gefällt mir, das zumindest kann ich sagen.“

    Peter Hauber sei ein Freigeist, religiös ohne Kirchenbindung. So beschrieb Laudatorin Evi Baumeister den Maler, der mehrere Ausbildungen in vorwiegend künstlerischen Berufen vorweisen kann und als Lehrer für Werken und Kunst gearbeitet hat. Gemalt habe er schon als Bub. Mit 14 begann er mit Zeichenunterricht in der Malschule seines Vaters, des Berufsmalers Franz „Ferry“ Hauber. Diesen Weg wählte Peter Hauber ebenfalls. Nach weiteren Ausbildungen bei verschiedenen Malern, unter anderem auch bei Oswald Malura, widmet er sich seit fast 40 Jahren hauptsächlich, hauptberuflich der Malerei. Bevorzugte Technik des 1941 geborenen ist Öl auf Leinwand. Das aufgetragene Material wird sparsam verwendet, was die Bilder leicht/luftig macht. Lieblingsfarben, zumindest bei den Werken, die im Malura Museum präsentiert werden, sind warme, weiche Töne von Gelb, Orange, Braun, wobei Rot dominiert.

    Sonderausstellung läuft bis 31. Mai im Malura Museum

    Keine der Farben ist aufdringlich, die Bilder wirken, wie bereits Dr. Goppel in seiner Begrüßung feststellte, wie von einem Schleier überzogen. Das gibt ihnen etwas Diffuses, Geheimnisvolles und auch etwas Natürliches, Selbstverständliches. So hat Hauber zwei Frauen als Akte auf einem Werk verewigt – der Titel „Unbeschwert“ beschreibt genau den Eindruck den auch der Betrachtende hat. Knallige Buntheit ist nicht Haubers Metier. Mit seinen meist in einer Farbe und deren vielen Nuancen gehaltenen Bildern mit teils ungewöhnlichen Titeln wie „Beginnende Ordnung“ oder „Geteilte Meinung“ lässt er Freiraum für eigene Vorstellungen. Landschaften, Wege, Gewässer verlieren sich in der Ferne, Figürliches ist kaum präsent. Einzig bei den Blumen-Stillleben wird Hauber konkret. Es gibt Blüten in verschiedenen Farben, jedoch sind diese auch hier stets gedeckt oder leicht verwaschen.

    „Zeitraum“ Ölgemälde von Peter Hauber im Malura Museum Oberdießen, Mühlweg 2; Öffnungszeiten der 80. Sonderausstellung bis einschließlich Sonntag, 31. Mai, jeweils Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung: Am Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai sind Museum und Sonderausstellung von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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