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Greifenberg

24.04.2019

A96: Gaffer filmt Opfer nach schwerem Unfall bei Greifenberg

Nach einem schweren Unfall auf der A96 bei Greifenberg hat ein Mann Handyvideos von Opfern gemacht.
Bild: Ralf Liebert (Symbolbild)

Bei dem schweren Unfall auf der A96 mit mehreren Verletzten drohen einem Münchner jetzt ernste Konsequenzen. Jetzt steht die Unfallursache fest.

Der schwere Unfall auf der A96 am Dienstagnachmittag bei Greifenberg sorgte für massive Behinderungen. Jetzt hat die Polizei Details zur Ursache bekanntgegeben. Sie ermittelt auch gegen einen 41 Jahre alten Münchner, der Handyaufnahmen von Unfallopfern machte.

Lesen Sie unsere Erstmeldung: A96: Vollsperrung nach schwerem Unfall

Es war gegen 16 Uhr, als ein 21 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Landsberg in Fahrtrichtung München unterwegs war. Zwischen den Anschlussstellen Windach und Greifenberg touchierte er aus bisher unbekannter Ursache einen rechts neben ihm fahrenden VW Caddy. Beide Beteiligte blieben unverletzt, teilt die Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck mit. Im Rückstau kam es jedoch zu einem folgenschweren Folgeunfall. Während eine 52-Jährige, ein 27-Jähriger und ein 54-Jähriger ihre Autos noch rechtzeitig anhalten konnten, erkannte eine 19-jährige Landsbergerin die Situation zu spät und fuhr auf die vor ihr stehenden Fahrzeuge auf. Im Anschluss fuhr noch ein 80-Jähriger in die Unfallstelle.

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Behinderungen bis in die Abendstunden

Die 19-Jährige wurde schwer verletzt, sieben weitere Personen kamen mit leichten Verletzungen davon. Es entstand über 50.000 Euro Sachschaden. Fünf Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. An der Unfallstelle waren mehrere Rettungsfahrzeuge, zwei Rettungshubschrauber, die Polizei und mehrere Feuerwehren. Wegen der Landung der Rettungshubschrauber musste die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen kurzzeitig gesperrt werden. Die Fahrbahn in Richtung München konnte wegen Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge bis 19 Uhr nur einspurig befahren werden, es kam zu massiven Behinderungen.

Während der Unfallaufnahme erkannte ein Polizeibeamter, dass aus einem im Stau stehenden Reisebus der Transport eines Verletzten zum Rettungswagen mit dem Handy gefilmt wurde. Die Beamten ermittelten einen 41-jährigen Münchner als Täter. Auf ihn kommt ein Strafverfahren zu - ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

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