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Fuchstal

29.10.2018

Ab Dezember können hier die Mieter einziehen

Vier gleich aussehende Häuser mit 16 Wohnungen hat die Gemeinde Fuchstal für einkommensschwächere Mieter bauen lassen.
Bild: Andreas Hoehne

Die Gemeinde Fuchstal investiert mithilfe staatlicher Zuschüsse 3,6 Millionen Euro. Damit werden vier Häuser mit insgesamt 16 Wohnungen errichtet.

Erneut eine Vorreiterrolle nimmt die Gemeinde Fuchstal ein. Als erste Kommune im Landkreis hat man im Rahmen des bayerischen Wohnbauförderprogramms vier Häuser mit 16 Wohneinheiten fertiggestellt. Am Sonnengarten in Asch können die Mieter Anfang Dezember einziehen, an der Kreuzstraße und dem Himmelbach in Leeder wird dies im Februar 2019 der Fall sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,6 Millionen Euro. Gefeiert wurde das neue kommunale Projekt mit einer Wohnungsbesichtigung in Asch und einem gemeinsames Essen in der Restauration Blätz. Hierzu waren etwa 40 Handwerker, Mitarbeiter der Verwaltung und Gemeinderäte erschienen.

Die Wohnungen sind schon alle vergeben

In seiner Ansprache beschrieb Bürgermeister Erwin Karg die Finanzierung des Projektes. 30 Prozent habe man als staatliche Förderung erhalten, 60 Prozent kämen aus einem nahezu zinslosen Darlehen, und in dem zehnprozentigen Eigenanteil seien die jeweils etwa 750 Quadratmeter großen Grundstücke eingeflossen, die schon vorher der Gemeinde gehörten. Sein besonderer Dank galt nicht nur den Handwerkern für die gute Arbeit, sondern auch den Mitarbeitern in der Verwaltung. Hier waren es vor allem Geschäftsstellenleiter Gerhard Schmid und Michael Voigt vom Bauamt, die maßgeblich an er Verwirklichung beteiligt waren.

Schmid wiederum meinte, da es der Gemeinde gut gehe, sei es selbstverständlich, auch für die zu sorgen, deren Einkommen nicht für den allgemeinen Wohnungsmarkt ausreiche. Die rasche Verwirklichung, auch in Oberbayern sei man wohl unter den ersten Fünf, habe man auch dem unkomplizierten Verhalten des Gemeinderats zu verdanken. Die Wohnungen selbst wurden lediglich im Mitteilungsblatt „Heimat Fuchstal“ beworben und sind schon alle vergeben, es gebe auch eine Warteliste. In jedem Haus werden auch in der Gemeinde bereits ansässige Geflüchtete wohnen, die Auswahl hatte der Helferkreis getroffen.

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Die Miete beträgt 7,50 Euro pro Quadratmeter

Errichtet wurden die Gebäude in Holzhybridbauweise, beschrieb Architekt Johannes Wolffhardt, aus Gründen des Schallschutzes sind die Decken und das Treppenhaus aus Stahlbeton ausgeführt. Als Passivhäuser sind sie im KfW-40-plus- Standard gebaut und auch barrierefrei, deshalb konnte man noch weitere Fördermittel in Anspruch nehmen. Geheizt wird mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe. Sie wird teilweise mithilfe des in der Dachflächen-Fotovoltaikanlage erzeugten Stroms betrieben. Die Wohnungsgrößen betragen 54 und 70 Quadratmeter, für die jeweils 7,50 Euro an Miete verlangt werden. Aufgrund der Heiztechnik seien die Nebenkosten äußerst gering, wies Wolffhardt hin. Jede Wohnung hat auch eine Terrasse oder einen Balkon sowie zwei Stellplätze.

Das Bauen hat richtig Spaß gemacht

Richtig Spaß gemacht habe das Bauen, ließ Schmid zudem wissen. So fiel es Karg auch nicht schwer in Aussicht zu stellen, dass man in dem neuen Baugebiet an der Josef-Schöner-Straße hinter dem neuen Discounter an ein weiteres Gemeindehaus zu den gleichen Konditionen denke. Da die Sozialbindung auf 20 Jahre beschränkt sei, könnte man die Häuser danach auch verkaufen, wies der Bürgermeister hin, sollte die Gemeinde einmal knapp bei Kasse sein.

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