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Abitur im Landkreis Landsberg

28.06.2019

Abifeier am RMG in St. Ottilien: Der Gottesdienst gehört im Kloster dazu

Sie alle haben eine 1,0 (von links): Emilia Straub, David Randak, Melissa Kormann, David Danhof und Theresa Buhmann.
Bild: Stefanie Merlin

Der Abitur-Jahrgang in St. Ottilien hat sich auch außerhalb der Schule stark engagiert. Warum die Zeit des Innehalten wichtig ist.

Mit dem Abiturjahrgang 2019 verlässt erneut ein sehr leistungsstarker, aber auch außerschulisch in höchstem Maße engagierter Jahrgang das Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien.

Traditionell begann die Abiturfeier mit dem Gottesdienst in der Klosterkirche mit Erzabt Wolfgang Öxler OSB als Hauptzelebranten und mit Religionslehrer Stefan Klotz, als dem von den Schülern gewünschten Prediger, der einen Gedanken von Karl Rahner, dem großen deutschen Theologen, in den Mittelpunkt seiner Predigt stellte: „Herr ich danke dir, dass Deine Gerechtigkeit Ungleichheit ist, denn nur Ungleiche brauchen einander.“ Gestaltet wurde der Gottesdienst in äußerst würdiger Weise von den Abiturienten, von Chor und Orchester sowie vom Schülerblasorchester – Gottesdienst und Abiturfeier gehören an der kirchlichen Schule zusammen.

„Gott hat Vorrang“

Wegen des gleichzeitigen Patroziniums der Erzabtei am „Herz-Jesu-Fest“ übergab im Festsaal in diesem Jahr Pater Prior Dr. Tiomotheus Bosch OSB, stellvertretend für den Erzabt, die Abiturzeugnisse, assistiert von den Elternbeiräten Andrea Tafelmayer und Freifrau Katharina von Gebsattel sowie dem Schulleiter und seiner Mitarbeiterin. Zuvor regte Schulleiter Michael Häußinger nach seiner Begrüßung zu einer Reflexion über den Freiheitsbegriff an, um einen Gedanken von Abtprimas em. Dr. Notker Wolf OSB den Abiturienten mit auf den Weg zu geben: „Ich unterbreche meine Arbeit viermal am Tag für das Chorgebet, immer zu denselben Stunden, und sage: Schluss jetzt, Gott hat Vorrang, etwas Wichtigeres als Gott kann es für dich nicht geben. Diese halbe Stunde jetzt ist für Gott. Und irgendwann habe ich festgestellt, dass diese Zeit, die Gott gehört, auch die Zeit ist, die mir gehört.“

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Auf das Schulleben zurückgeblickt

Andrea Tafelmayer, als Vorsitzende des Elternbeirats, appellierte an die Schüler: „Ihr habt den benediktinischen Geist in euer Leben genommen, genießt die Möglichkeiten.“ In gekonnt witziger, ironischer Form blickten Markus Ücker und Quirin Weder auf das Schulleben ihres Jahrganges zurück. Markus Ücker, jüngster Zirkusdirektor des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums, ermunterte zusammen mit Quirin Weder nach jedem Gedankenschritt das Auditorium zum Ruf eines „Herzlichen Dankeschöns“.

Pater Prior stellte schließlich heraus, dass „ihr aufgrund euerer individuellen Anlagen und Begabungen Gesegnete seid und zu Gesegneten für andere werdet.“

Nach der Zeugnisübergabe würdigte Stephanie Merlin mit der Übergabe des „Tu-Was-Preises“ das große Engagement von Vera von Bodelschwingh und Johanne Loeff für die SMV und den Schülersenat. Im Namen der Frank-Hirschvogel-Stiftung zeichnete Peter Geier, Ausbildungsleiter bei der Firma Hirschvogel, Theresa Buhmann als Jahrgangsbeste aus.

Das Engagement gewürdigt

Thomas Klotz von der VR-Bank Landsberg-Ammersee würdigte das Engagement von Christopher Gum auf dem Gebiet der Technik, von Christiane Küppers im Bereich des Schulsanitätsdienstes, von Markus Ücker als wichtiges Mitglied in der Direktion des „Circus St. Ottilien“ seit 2012 und von Simon Weigl als Präsident des Schülerblasorchesters. Es folgten zahlreiche Ehrungen durch die verschiedensten Verbände und Gesellschaften, bevor dieser ereignisreiche Vormittag sich dem Ende zuneigte. (lt)

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