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03.06.2009

"Ackerdiesel" aus dem Jahr 1943 war der Älteste

Kaltenberg In Kaltenberg hat am Wochenende das 17. MAN-Traktorentreffen stattgefunden, zu dem sich zahlreiche Oldtimerfreunde mit über 60 Schleppern einfanden. Wie die damaligen Lkw von MAN trugen auch die Ackerdiesel das ähnliche Kühlergrilldesign mit dem Schriftzug "MAN-Diesel". Früher war der MAN-Ackerdiesel ein Arbeitsgerät, jetzt ist er beliebtes Sammlerobjekt, der von Sammlern wie Ewald Kapfhammer aus Geltendorf, der einen AS330H, Baujahr 1950 besitzt, liebevoll gehegt und pflegt wird. "Man müsste mal den Motor überholen, aber noch läuft er schön", so Kapfhammer zu seinem MAN-Ackerdiesel.

Schlepper werden gebracht

Der wohl älteste "MAN-Ackerdiesel" bei diesem Treffen kam aus Baden-Württemberg und ist ein AS250, Baujahr 1943, gebaut bei der Latil. Viele Traktoren wurden auf Anhänger, oder Lkw nach Kaltenberg gebracht, um ihnen den langen Weg zu ersparen. Den längsten Weg legte ein AS250er aus dem 750 Kilometer entfernten Goldenstedt zurück, natürlich nicht selbst, sondern auf einem Transporter.

Wie Peter Streiber - Organisator dieses Treffens - sagt, "sind keine Originalersatzteile mehr neu zu bekommen, nur was von ausgeschlachteten Fahrzeugen gesammelt wird, wird wieder aufgearbeitet und in den Fahrzeugen eingebaut". "Verschleißteile werden von Hand als Sonderanfertigung hergestellt", erläutert Streiber, welche Schwierigkeiten es gibt, die Oldtimer am Laufen zu halten. Er ist heuer ganz überrascht, als am Samstag schon an die 50 Oldtimer in Kaltenberg eintrafen. Am Sonntag kamen noch mehr, "über 60 Fahrzeuge sind gemeldet" so Dagmar Streiber, die zusammen mit ihrem Mann auch noch Ersatzteile für dringende Restaurierungen verkaufen.

"Ackerdiesel" aus dem Jahr 1943 war der Älteste

Preise für den schönsten Traktor

Zum Schluss des Treffens gab es noch Pokale für den schönsten "MAN-Ackerdiesel". Benno Weiß aus Kaltenberg wird wohl kaum einen Pokal bekommen, da sein " MAN 2F1" noch "ständig im Einsatz ist", wie er sagt, und zum "Arbeiten im Wald und was noch so am Wochenende anfällt" hergenommen wird, diese Arbeiten hinterließen die natürlichen Verschleißspuren. Wie Weiß weiter sagt, hat er "noch nie was am Fahrzeug gemacht". Der "MAN 2F1" besitze einen Motor von der Firma Güldner, die auch Traktoren produziert hatte, und laufe heute noch wie ein "Glöckerl".

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