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26.03.2009

Alles andere als ein Wandervogel

Landsberg Er gehört zu den ersten fünf Spielern des EV Landsberg 2000, die sicher im nächsten Jahr ihre Schlittschuhe für die Lechstädter schnüren werden: Angreifer Sebastian Wolsch.

Vor der Saison wechselte er von den Blue Devils Weiden nach Oberbayern, bei denen er lange Jahre - abgesehen von einem kurzen Gastspiel bei den Dresdner Eislöwen - auf Punktejagd ging. "Ich bin kein Wandervogel. Ich brauche eine gewisse Planungssicherheit und Konstanz in meinem Leben. Wenn Weiden nicht Pleite gegangen wäre, wäre ich wahrscheinlich heute noch dort", erzählt der gebürtige Sachse. Das längerfristige Engagement fand nun Wolsch beim EVL: "Der Verein machte mir ein gutes Angebot, sodass ich mich für einen Verbleib in Landsberg für die nächsten zwei Jahre entschieden habe."

Beeinflusst hat jedoch den sympathischen Stürmer nicht nur die reichliche Eiszeit, die er in dieser Saison erhalten hat, sondern auch die Entscheidung des Vereins, ihn ab kommender Saison als Jugendkoordinator einzusetzen. "Es kann bei diesem Sport so schnell passieren, dass man durch eine Verletzung seine aktive Karriere auch schon im Alter von 25 Jahren aufgeben muss", erläutert der studierte Sportmanager, der bis jetzt "zum Glück von jeglicher schwereren Verletzung verschont geblieben ist". Dennoch begann er bereits 2004 damit, sich mit der Trainerlizenz und der Weiterbildung an der Fern-Universität neben dem Eishockey ein weiteres Standbein aufzubauen.

Lieber gute Stimmung im Team als höherklassig auf der Bank

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Doch nicht nur die berufliche Situation ist für ihn entscheidend: "In einer intakten Mannschaft und einem guten Umfeld zu spielen, ist ebenso wichtig, um den Spaß am Spiel nicht zu verlieren. Was bringt es mir, in einer höheren Liga unter Vertrag zu stehen, aber nie zu spielen?" Den Spaß hätte er in Landsberg schon seit Beginn der Saison gehabt und nie vermisst - auch als die sportliche Talfahrt anhielt. "Die Ergebnisse den letzten Wochen und Monate beweisen, dass die Mannschaft intakt ist", lässt der gebürtige Bad Muskauer keinen Zweifel aufkommen.

Für die kommende Saison wünscht sich der amtierende Vizekapitän vor allem, dass der EVL 2000 eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen kann, um die Play-offs zu erreichen: "In den Play-offs ist dann alles offen und man wird sehen, wie weit man es schaffen kann."

Dabei ordnet er seine eigene Statistik dem großen Ziel unter. In der laufenden Saison erzielte er 15 Tore und 18 Assists. Ein weiteres Ziel für Wolsch ist auch, die Jugend des EVL bald voranzubringen. "Es wäre schön, wenn wir mit unseren Jungendmannschaften in der nächsten Saison aufstiegen."

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