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Kunstnacht

13.09.2019

Alles andere als langweilig

Die Inszenierungen des Projekts Randerscheinungen provozieren gerne. Bei der Kunstpreisverleihung im Stadttheater kann man sich davon überzeugen.
Bild: jor

Das Projekt Randerscheinungen eckt mit schrägen Theaterinszenierungen an

Seit zehn Jahren gibt es in Landsberg den Ellinor Holland Kunstpreis, der in der Langen Kunstnacht vom Landsberger Tagblatt verliehen wird. Zum Jubiläum am Samstag, 14. September, gibt es ein Wiedersehen mit den Preisträgern der vergangenen neun Jahre. Das kulturelle Rahmenprogramm wird von vielen Künstlern gestaltet. In einer Serie stellen wir sie vor. Heute das Projekt Randerscheinungen. Und auch der diesjährige Preisträger hat einen Überraschungsauftritt. Wer es ist, dazu geben wir noch Hinweise.

Vergangenes Jahr waren sie die Preisträger des Ellinor Holland Kunstpreises in der Kategorie Nachwuchskünstler. Dieses Jahr steht das Projekt Randerscheinungen mit einer neuen Performance auf der Bühne und wird die Preisverleihung mit einer sicherlich wieder spektakulären Show würzen.

Wer das Projekt Randerscheinungen um seine beiden Gründer, den Autor und Regisseur Max von Theben (alias Maximilian Huber) und den Produzenten Julian Pietsch, über die Jahre verfolgt hat, weiß: Sie provozieren gerne mit betont körperlichen Shows, sie ecken an mit ihren schrägen Theaterinszenierungen, und ihre Stücke sind gespickt mit sexuellen Anspielungen auf die queere Szene. Langweilig wird es also sicherlich nie, wenn das Projekt Randerscheinungen eine neue Performance ankündigt.

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Vor sieben Jahren, 2012, sind Huber und Pietsch angetreten, die doch sehr arrivierte Landsberger Kulturszene mit queeren Inhalten aufzumischen. „Queer“ sind in der Regel Dinge, Handlungen oder Personen, „die von der Norm abweichen“ und den gesellschaftlichen Mainstream infrage stellen. So gab es: Episodische Szenen zur Auseinandersetzung mit Homosexualität („Randerscheinungen“ 2013), ein Kriminalstück („Der verdorbene Apfel“ 2014), eine satirische Komödie („Gott der Träume“ 2015), wilden Trash („Badehaus Boudoir“ 2017) sowie ein audiovisuelles Stück mit viel Akrobatik („Mandragora“ 2018). Autor Max von Theben ist neben seinem Beruf als Sozialpädagoge künstlerisch äußerst aktiv.

Das nächste Stück („Zitronen sind süße Früchte“) steht bevor, Ende September ist Premiere im Stadttheater. Es wird wieder eine satirische Komödie „mit Witz und Tiefgang“. Einen kleinen Einblick wird man bereits bei der Ellinor-Holland-Preisverleihung erhalten: Ein Song aus dem neuen Stück wird in die Show integriert. Für Liedtexte und Arrangement ist dieses Mal der ausgebildete Musical-Darsteller Emanuel Kasprowicz zuständig. Kasprowicz war bei den letzten Stücken bereits als Hauptdarsteller, Co-Regisseur und künstlerischer Leiter aktiv.

Es gibt noch wenige Restkarten und Stehplätze für die Kunstpreisgala im Stadttheater im Rahmen der Langen Kunstnacht am Samstag, 14. September im Reisebüro Vivell und im Stadttheater. Der Erlös aus dem Kartenverkauf geht an die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung.

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