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05.07.2010

Alles besser als der Ist-Zustand

Landsberg Ohne der Auswertung der Bürgerbefragung vorgreifen zu wollen, möchte ÖDP-Stadtrat Wolfgang Buttner darstellen, weshalb aus ökologischer Sicht jede Lösung zur Neugestaltung des Hauptplatzes besser ist als der Altzustand. So sei es laut Buttner nicht sinnvoll, erst nur den Kanal zu sanieren und mit der Neugestaltung noch länger zuzuwarten, denn dies bedeute noch mehr Lärm und Unannehmlichkeiten für die Anwohner als ohnehin unvermeidbar: "Wenn schon aufreißen, dann aber bitte nur einmal."

Sowohl Entwurf 1 als auch Entwurf 2 missachten seiner Meinung nach zwei ältere Bürgerentscheide, indem sie die Fahrbahn auf die Ostseite des Platzes verlegen. Ein weiterer Bürgerentscheid sei zu befürchten. Die höchste Flexibilität an späterer Platz(um)nutzung biete aus Sicht der ÖDP Entwurf 3, denn die "Poller" lassen sich mit wenig Aufwand bei Bedarf umsetzen. Natürlich wäre es begrüßenswert gewesen, wenn vor der Neugestaltung des Platzes erst ein Verkehrskonzept für den Altstadtbereich ausgearbeitet worden wäre. Wolfgang Buttner sähe dabei Professor Knoflacher (über 40 Jahren Erfahrung und Verkehrsgestaltung von fünf späteren UNESCO-Weltkulturerben) als geeigneten Experten für diese Herausforderung. Solange aber kein Verkehrskonzept vorliege, sollte der Platz so variabel gestaltet werden, dass er mit und ohne Verkehr funktioniere.

Einer der wesentlichen Kritikpunkte an allen drei Entwürfen sei, dass sie nicht in der Lage sind, den Durchgangsverkehr zu mindern: "Dies sehen wir doch etwas differenzierter." Laut Professor Vossen mache der Durchgangsverkehr nur etwa 20 Prozent des gesamten Kfz-Verkehrs aus. Der sei hauptsächlich hausgemacht, das heißt, die Landsberger selbst verursachen ihn. Wolfgang Buttner: "Der Hauptplatz hat für Fußgänger und Radfahrer einige K.o.-Kriterien wie Katzenkopfpflasterung, die es dem Einzelnen geraten erscheinen lassen, lieber das Auto statt etwa das Fahrrad zu benutzen." Aus Sicht der ÖDP sei dieses Potenzial (auf den "Langsamverkehr") noch bei Weitem nicht ausgeschöpft.

Gesamtkonzept unter Einbeziehung des Hinterangers

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Weiteres Potenzial sieht die ÖDP in Tempo 10 km/h sowie einer (künftigen) Einbahnstraßenregelung. Dies setze allerdings ein Gesamtkonzept unter Einbeziehung des Hinterangers voraus. Wolfgang Buttner: "Die Variante 3 würde auch dann noch funktionieren, wenn man den Platz ganz zur Fußgängerzone erklären würde oder mit den Worten von Professor Knoflacher aus Wien zu sprechen, ,wenn man das Benzin wegnehmen würde.'"

Nachsatz frei nach Doktor Murkes: "Es muss etwas geschehen - es wird etwas geschehen!" (lt)

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