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Dießen

21.07.2020

Alles ist etwas außergewöhnlich am Ammersee-Gymnasium in Dießen

Die besten Absolventinnen am Ammersee-Gymnasium erreichten alle die Traumnote von 1,0 (von links): Jana Huhne, Stephanie Kramer und Kristina Klocke.
Bild: ASG

Drei Abiturienten schließen mit der Traumnote 1,0 ihre Schulzeit am ASG ab. Fast hätte es am Dießener Gymnasium einen Testjahrgang Q13 gegeben.

Außergewöhnlich – dieses Wort fiel bei der Abiturfeier des Ammersee-Gymnasiums immer wieder. Außergewöhnlich waren nicht nur die letzten Monate vor den Prüfungen, sondern außergewöhnlich – und zwar gut – sei auch der Jahrgang gewesen, den man nun verabschiede.

Das betonte der stellvertretende Schulleiter Georg Büttner in seiner Rede. Und außergewöhnlich war auch, dass man diesmal die Feier filmte, beziehungsweise übertrug, damit auch die Eltern im Nachhinein „dabei sein“ konnten. Nicht dabei war auch Schulleiter Alfred Lippl – seine Tochter erhielt zeitgleich das Abizeugnis, doch er hatte einige Worte für seine Schüler zurückgelassen, die Büttner überbrachte.

Kein wirklich erstrebenswerter Zustand

Dabei erinnerte er an die schwierige Zeit während des Lockdowns. Insgeheim hätten sich wohl nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer hin und wieder gewünscht, morgens mal nicht aufstehen und zur Schule gehen zu müssen. „Als es aber dann zu einer bis dato unvorstellbaren bayern- und deutschlandweiten Schließung der Schulen kam, ist vielen klar geworden, dass der scheinbar paradiesische Zustand gar nicht so erstrebenswert ist.“ Doch trotz der schwierigen Zeit liege das Gesamtergebnis bis in den Hundertstelbereich auf dem Niveau der vergangenen Jahre.

84 Schülerinnen und Schüler waren angetreten, drei erzielten sogar die Traumnote 1,0 – so viele seien es am ASG noch nie gewesen. Und dafür bekamen Jana Huhne, Kristina Klocke und Stephanie Kramer einen Sonderapplaus. Zudem schafften weitere zwölf Schüler ihren Abschluss mit einer Eins vor dem Komma. Allerdings konnten auch drei Schüler die Hürde nicht nehmen – sie wollen, so Büttner, im nächsten Jahr erneut antreten. „Das ist die richtige Einstellung, denn aufgeben ist keine Option.“

Eine humorvolle Rückschau

Einen Rückblick gab Oberstufenbetreuer Andreas Schaumann. Er hatte viele Schüler schon über Jahre begleitet und brachte auch noch Anekdoten aus der Zeit in den fünften und sechsten Klassen. Und es kam auch die Studienfahrt nach Berlin noch mal zur Sprache. Eine humorvolle Rückschau, bei der der eine oder andere Schüler doch noch mal schmunzeln musste. „So richtig gern lass’ ich euch eigentlich nicht gehen, ich habe schon kurzfristig überlegt, euch als Testjahrgang Q13 vorzuschlagen, habe die Idee aber aufgrund kleinlicher praktischer Bedenken wieder verworfen.“

Die erste Hürde ist geschafft

Nicht nehmen ließen es sich auch der Vorsitzende des Fördervereins, Martin Küger, und der des Elternbeirats, Albrecht Pröbst, sich von den Abiturienten zu verabschieden. Wie bereits ihre Vorgänger wünschten sie den Abiturienten für die Zukunft alles Gute – auch wenn man jetzt vor der schweren Entscheidung stehe, wie es weitergehen soll. Doch nachdem diese die erste Hürde – Abi – geschafft hatten, würden sie auch die weiteren Hürden nehmen. (lt)

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