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Bauausschuss

25.08.2012

Alte Bausubstanz soll erhalten bleiben

Gremium stimmt Ausbauten zu und Häusern auf Hinterlieger-Grundstücken

Dießen Einstimmig hat sich der Dießener Bau- und Umweltausschuss hinsichtlich der Bauanträge und Bauvoranfragen in der jüngsten Sitzung entschieden.

Ein grundsätzliches Ja gab es für ein Bauprojekt an der Ringstraße in Riederau nahe der Kirche. Auf dem rund 1650 Quadratmeter großen Grundstück sollen nach Wunsch des Bauherrn zwei Doppelhäuser und ein Einfamilienhaus entstehen, das bestehende Gebäude wird abgerissen.

Die wegemäßige Erschließung erfolgt über die Ringstraße und eine 4,50 Meter breite Zufahrt über das Vorderliegergrundstück, wobei der Fußweg „Kirchweg“ gequert werden muss. Die Ausschussmitglieder fürchten bei dieser Planung jedoch, dass ein Riegel entsteht, da auch die Garagen in Reihe stehen. Nach Ansicht des Bauamtes fügt sie sich nicht in die Umgebung ein. Das Gremium entschied sich dafür, das Einfamilienhaus nicht zuzulassen.

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Befreiung vom Bebauungsplan

Von den Festsetzungen des Bebauungsplanes hinsichtlich der Trauf- und Kniestockhöhe befreit werden soll ein Antragsteller, der laut Bauvoranfrage im Malerweg in Riederau ein Haus errichten will. Zwar kommt er mit seiner Planung bei beiden Größen höher, insgesamt ist das Gebäude jedoch nicht so hoch: Statt der erlaubten acht Meter werden nur 6,60 Meter erreicht, wie es in der Vorlage heißt.

Zugestimmt wurde auch einem Anbau an ein Wohnhaus in der Rogisterstraße in Riederau. Mit einer Gesamtgrundfläche von fast 205 Quadratmeter bewegt sich das Gebäude noch im Rahmen der Nachbarbebauung, die im Schnitt bei 93 bis 174 Quadratmetern liegt, aber auch bei zwei Gebäuden Größenordnungen von 195 und 257 Quadratmetern erreicht. Auch die Firsthöhe von sieben Metern passt sich ein, die Wandhöhe soll in Landsberg noch mal geprüft werden.

Einfamilienhaus darf erweitert werden

Ebenfalls zugestimmt wurde einem Bauantrag für die Sanierung und Erweiterung eines bestehenden Einfamilienhauses im Seeweg-Nord in Riederau.

Die Planung weicht zwar von den Festsetzungen des Bebauungsplanes ab, dies ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass das Haus weit vor dem Bebauungsplan, der 1980 rechtskräftig wurde, entstanden ist. Seitens des Marktes wird der Erhalt alter Bausubstand befürwortet, so die weitere Argumentation im Beschluss. Ein Ja gab es auch für die Aufstockung eines Einfamilienhauses, das so zum Zweifamilienhaus wird, im Seeweg-Süd. Einem Anbau hatte das Gremium schon im April zugestimmt, jetzt soll über dem bestehenden Haus Wohnraum entstehen.

Die Bauvoranfrage für ein Gebäude, welches auf der Südseite der Herrenstraße in zweiter Reihe errichtet werden soll, war schon 2002 positiv beschieden worden, jetzt lag ein konkreter Bauantrag vor. Enstehen soll südlich der ehemaligen Apotheke ein Einfamilienhaus mit 112 Quadratmetern Grundfläche: Parterre und ein Dachgeschoss als Vollgeschoss.

Bedenken wegen einer Abgrabung

Bedenken hatten die Mitglieder des Bauausschusses nur wegen einer Abgrabung, welche im Landratsamt noch einmal überprüft werden soll. Die Zufahrt erfolgt zwischen Herrenstraße Nummer4 und 6 und über ein Privatgrundstück, für das Fahrtrecht besteht.

Abzuklären sind noch Rechtsfragen bezüglich der Entwässerung, außerdem muss ein Wasseranschluss auf Kosten der Antragsteller gebaut werden.

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