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Igling

25.01.2019

Altes Feuerwehrhaus: Der „Schandfleck“ wird abgerissen

Das alte Feuerwehrhaus in Oberigling soll abgerissen und in gleichem Stil wieder aufgebaut werden.
Bild: Julian Leitenstorfer

Seit Jahren rottet das alte Feuerwehrhaus in Oberigling vor sich hin. Jetzt soll es abgerissen werden. An gleicher Stelle soll ein neues Gebäude entstehen.

Als „Schandfleck fürs Dorf“ wurde das alte Feuerwehrhaus in Oberigling bereits während einer Gemeinderatssitzung im Mai 2009 bezeichnet. „Renovieren oder wegreißen“ hatte der damalige Gemeinderat Richard Lang gefordert. Jetzt wird wohl Letzteres gemacht.

Anlass für die Aussage Langs war seinerzeit der Vorschlag der Dorferneuerung Igling-Holzhausen, das Haus zu renovieren und als heimatkundliches Depot zu nutzen. Vorteil wären 50 Prozent Förderung seitens der Dorferneuerung gewesen. Es war ein Ortstermin beschlossen worden. Das ortsbildprägende Gebäude sollte angeschaut und danach überlegt werden, was zu tun ist.

Das Gebäude soll nachgebaut werden

Kaputte Fenster, undichtes Dach: Passiert ist seither nicht viel. Das Haus auf Gemeindegrund an der Oberiglinger Straße, Höhe Abzweig Geiselsbergweg, wurde mehr und mehr marode. Jetzt, zehn Jahre später, kommt offensichtlich wieder Bewegung in die lange Geschichte. In ihrer jüngsten Sitzung diskutierten die Gemeinderäte wieder einmal über das alte Oberiglinger Feuerwehrhaus. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt.

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Das Gebäude soll laut Beschluss abgerissen und an gleicher Stelle, in gleichem Stil wieder aufgebaut werden. Das wird als wirtschaftlichste Lösung gesehen. Umgesetzt wird das Vorhaben vorbehaltlich des finanziellen Aufwands, den die Gemeinde zu stemmen hat. Gemeinderat und Feuerwehrvereinsvorsitzender Peter Heiland erhielt vom Gremium den Auftrag, die Kosten für Abriss und Neubau zu ermitteln und die mögliche Eigenleistung der Vereinsmitglieder abzufragen. Danach soll das Projekt laut Heiland im Finanzausschuss der Gemeinde besprochen werden. Erst dann werde eine Entscheidung getroffen und es gebe grünes Licht oder Ablehnung.

Im Gebäude befinden sich historische Feuerspritzen

Das alte Feuerwehrhaus hat laut Peter Heiland eine Grundfläche von knapp 60 Quadratmetern. Im Gebäude befinden sich zwei historische Pumpen, eine aus dem Jahr 1895 und eine von 1896. Bei Festen und Umzügen kommen diese manchmal zum Einsatz. Wie die Tragkraftspritze Baujahr 1975, die ebenfalls dort gelagert ist: Der eine oder andere Fest- und Umzugsbesucher hat mit dem voll funktionsfähigen Teil sicher schon so seine Erlebnisse gehabt. Die Spritze wird nämlich, wie Peter Heiland berichtet, ebenfalls ausgeführt und benutzt. (löbh)

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