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24.04.2008

Am Anfang drohen Nachtschichten

Weil Anton Bauer ist Nachtschichten von Berufs wegen gewohnt - als Führungsbeamter in der Einsatzzentrale der Polizeidirektion Fürstenfeldbruck. Die ist bekanntlich Tag und Nacht besetzt. Zumindest zu Beginn seiner neuen Tätigkeit als Bürgermeister der Gemeinde Weil erwartet der 51-Jährige weitere Nachtschichten, bis er richtig eingearbeitet ist.

Von Ende März bis Anfang April hat Anton Bauer Schmelcher drei Wochen lang vertreten und etliche Termine des Bürgermeisters wahrgenommen. Nicht das erste Mal in den vergangenen sechs Jahren. "Es ist aber ein Unterschied, ob man Stellvertreter oder Bürgermeister ist", sagt Bauer. Er werde in den kommenden Monaten sicherlich des Öfteren Neuland betreten. Im Verbund mit Gemeinderat und Verwaltung will er mögliche Probleme lösen. Bei seinem Vorgänger könne er sich ebenfalls Rat holen.

Derzeit verbringen Bauer und Schmelcher viel Zeit miteinander. Der Amtsinhaber will nicht einfach die Schlüssel zum Rathaus übergeben, sondern seinen Nachfolger mit wichtigen Details zu den vielen Sachthemen vorbereiten. Dabei geht es nicht vordergründig um aktuelle Dinge. Ein Thema ist der Abwasserzweckverband Penzing-Weil. Da mit Josef Schmelcher und seinem Kollegen Ottmar Mayr zwei Protagonisten dieses Verbandes in den Ruhestand gehen, könne es laut Anton Bauer eine "schwierige Anlaufphase" geben.

Zunächst will Anton Bauer die bereits gefassten Beschlüsse des aktuellen Gemeinderats umsetzen. Dazu zählen der Neubau des Beuerbacher Feuerwehrhauses, die Neuanlage eines Dorfplatzes in Pestenacker sowie die Neugestaltung der Wege im Weiler Friedhof. Weit in die Zukunft will der 51-Jährige noch nicht blicken. Den Ausbau des Radwegenetzes in der Gemeinde hat er aber schon ins Auge gefasst.

Am Anfang drohen Nachtschichten

Anton Bauer freut sich auf Gespräche mit den Bürgern - vom Kindergartenkind bis zum Senior. Dabei will er in der Gemeindepolitik nicht viel ändern. "Wir sind in den vergangenen Jahren sehr gut damit gefahren", sagt er. Wichtig ist für ihn, gut vorbereitet zu sein - in der Gemeinderatssitzung wie im Gespräch mit den Bürgern.

Gut vorbereitet zu sein, bedeutet aber auch viel Zeit zu investieren. Familie und Hobby müssen da hinten anstehen. Dessen ist sich der Vater von zwei Kindern bewusst. Seine Familie habe die Entscheidung, sich für das Bürgermeisteramt zu bewerben, mitgetragen. Nicht verzichten will Anton Bauer auf seine Tischtennisspiele beim FC Weil. "Das will ich nicht ganz aufgeben, auch wenn ich nicht bei jedem Spiel dabei sein kann."

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