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Landsberg

18.01.2019

Am Tierheim scheiden sich die Geister

Sind die Vergabekriterien des Landsberger Tierheims zu streng? Unsere Berichterstattung darüber hat eine lebhafte Diskussion unter Tierfreunden ausgelöst.

Wir haben die LT-Leser nach ihren Erfahrungen mit dem Landsberger Tierheim gefragt. Die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus.

Welche Erfahrungen haben unsere Leser mit dem Tierheim Landsberg gemacht? Diese Frage haben wir auf unserer Facebookseite gestellt, nachdem es Kritik an der Vergabepraxis des Tierheims gegeben hatte (LT berichtete). An dieser Stelle fassen wir die Reaktionen unserer Leser zusammen. Überwiegend gab es kritische Stimmen.

Lesen Sie dazu auch: Sagt das Tierheim in Landsberg zu oft „Nein“?

„Ich kenne auch einige Leute, die letztendlich aus anderen Tierheimen ein Tier genommen haben, weil Landsberg abgelehnt hat... Die Ablehnungsgründe waren nicht nachvollziehbar. Ist es für einen Hund besser, sein Leben in einem kahlen, tristen und langweiligen Käfig im Tierheim zu verbringen, oder nach Gewöhnung mal vier oder fünf Stunden in einem warmen Zuhause auf der Couch allein zu sein?“, fragte zum Beispiel Nina Boeke. Für diesen Kommentar erhielt sie 40 Likes und viele positive Kommentare.

Ruth Schwerdtfeger bestätigte Boekes Meinung: „Ich kenne auch viele Leute, die so sehr enttäuscht waren. Es macht wirklich zu oft den Anschein, dass es dem Tierheim lieber ist, dass die Tiere hinter Gitter bleiben.“ Ein konkretes Beispiel benannte Brigitte Müller: „Ich kenne Leute, die eine Katze haben wollten (Garten vorhanden), und keine bekamen, weil die Interessentin halbtags arbeitete. Muss man 24 Stunden neben einer Katze sitzen und Pfötchen halten?“ Markus Metsch war selbst davon betroffen, wie er schreibt: „Von dem Zirkus kann ich ein Lied singen. Kriterien haben alle gepasst, dann wurde was erfunden, damit ich keinen Hund von ihnen bekomme.“

Wer ist geeignet und wer nicht?

Ähnlich ging es offenbar Michaela Karl. Sie schrieb: „Hundeerfahrung, großen Garten, nie alleine. Trotzdem keinen bekommen.“ Auch Simon Hofmann hat Erfahrung mit dem Landsberger Tierheim gemacht: „Na ja, wir wollten damals auch einen Hund aus dem Tierheim. Aber laut der Dame sind wir nicht Hunde geeignet. Mittlerweile haben wir einen männlichen Pudel.“ Irina Scholz kommentierte: „Wir bekamen einen Husky nicht, da wir eine Familie mit drei Kindern sind. Allerdings sind wir sehr erfahrene Hundehalter mit großem Grundstück. Das hat niemanden interessiert.“

Eine Katze hätte sich damals Gertraud Mieglitz vom Landsberger Tierheim gewünscht: „Ich wollte eine Katze, bin in der Kartei auch aufgenommen. Alles, was sie mir anboten, war eine Katze, die schon zwölf Jahre alt war. Ich wollte eine fünf bis acht Jahre alte Katze, da ich auch nicht mehr jung bin. Danach kam nie mehr ein Angebot. Jetzt habe ich eine Sechsjährige von einer Auffangstation, die zu mir passt.“

Viele positive Kommentare

Es gab aber auch einige positive Kommentare, die das Tierheim und seine Vergabefunktion lobten. Michael Hofmann zum Beispiel: „Wir haben aus dem Landsberger Tierheim unseren Terzo. Wir wurden genau überprüft und gut beraten, bevor wir unseren Hund bekommen haben. Ich finde das RICHTIG so, wie es gehandhabt wird.“

Obwohl Ludwig Czech mit der Begründung, er lebe zu nahe an einer Straße, keine Katze bekommen habe, äußert er Verständnis: „Trotzdem darf man Tierheime nicht zu hart kritisieren, teils liegt es auch an der Bürokratie und Gesetzgebung, welche es den Einrichtungen auch oft erschweren.“

Lesen Sie auch den Kommentar: Hund und Katz’ soll es gut gehen

Jessi Drosdz hält große Stücke auf den Tierschutzverein: „Ich kann auch nur Gutes berichten. Es wird zum Wohle des Tieres gehandelt! Und so muss es auch sein. Es wird schon Gründe geben, warum das jeweilige Tier nicht vermittelt wurde.“ Auch Martina Reß hat ihr vierbeiniges Familienmitglied im Tierheim bekommen: „Mein Mann und ich haben einen Hund aus dem Landsberger Tierheim adoptiert. Selbstverständlich liegt den Mitarbeitern sehr am Herzen, dass die Tiere in gute Hände kommen und ein Zuhause für das ganze Leben haben. Die Anforderungen, die aus diesem Grund an die Interessenten gestellt werden, sind nachvollziehbar und berechtigt.“ Und auch Liane Maria Moder Siebert befürwortete die Vergabepraxis: „Das Tierheim hat doch vollkommen recht. Es prüft wenigstens genau ob und wer ein Tier bekommen kann [...] Tiere sind Verantwortung und kein Spielzeug.“

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