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Masterarbeit

19.11.2018

Angebote gibt es, aber kein Netzwerk

Schulabgänger ohne Abschluss

Elisabeth Meidert, Studentin für angewandte Sozial- und Bildungswissenschaften, hat sich in ihrer Masterarbeit „Jugendliche ohne Schulabschluss – verlorene Talente“, mit der Situation im Landkreis beschäftigt. Im Jugendhilfeausschuss stellte sie ihre Arbeit vor. 10,2 Prozent der 15- bis 16-Jährigen verlassen die Schule ohne Abschluss, ebenso 5,4 Prozent der 17-Jährigen. Von 2013/2014 auf 2015/2016 sei die Zahl der Schulabgänger um knapp sieben Prozent gestiegen – Grund ist laut Meidert, dass ab dieser Zeit vermehrt junge Flüchtlinge die Schulen besuchten.

Sie stellte ihre wissenschaftlichen Grunderkenntnisse vor, beispielsweise, dass das Bildungsniveau der Eltern Einfluss auf den Schulabschluss hat. Eine Rolle spielt auch der Familienstand: Kinder, die bei zwei Elternteilen aufwachsen, auch wenn es sich um Stiefelternteile handelt, haben bessere Chancen.

Infolge der Digitalisierung werde die Ausbildung immer wichtiger, Hilfsarbeiten fielen weg. Also gelte es gefährdete Schüler zu fördern und frühzeitig zu intervenieren. Partnerschaften durch ältere Schüler seien möglich. Intervenierungsangebote gibt es laut Meidert im Landkreis, von der Schulsozialarbeit über Integrationsklassen, assistierte Ausbildung, Berufsvorbereitungsjahr bis hin zur Aktion „Alt hilft Jung“ von der Arbeiterwohlfahrt. Die Angebote der Arbeiterwohlfahrt und der Arbeitsagentur seien jedoch schwer zu finden, kritisiert sie, es fehle generell an Vernetzung. (smi)

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