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19.06.2009

Anlieger fordern sparsamen Ausbau

Utting (smi) - Fast zwei Stunden ist in der jüngsten Gemeinderatssitzung über den Ausbau der Dyckerhoffstraße in Utting diskutiert worden. Die Anlieger hatten Rederecht und mahnten an, die Straße möglichst kostengünstig auszubauen. In der Sitzung wurde noch keine Entscheidung getroffen, es soll noch eine gesonderte Anliegerversammlung geben.

Der von Ingenieur Stephan Demmel vorgestellte Entwurf eines Ausbaus von der Holzhauser Straße bis zur zweiten Einmündung der Andechser Straße fand zumindest bei den Gemeinderäten im Großen und Ganzen Anklang. Neben der Erneuerung des Straßenbelags soll auch ein Gehsteig an der Nordostseite gebaut werden und der große Einmündungstrichter von der Holzhauser Straße verschmälert werden. Demmel will hier die Straßenführung rechtwinklig gestalten, um die Autofahrer auch wirklich zum Abbremsen zu bewegen. Die dadurch gewonnene Fläche könnte mit Brunnen und Bank "Aufenthaltsfunktion" bekommen, so der Planer. Der Gehsteig soll gepflastert werden und zwischen Fahrbahn und Trottoir kommt ein Grünstreifen, in dem vereinzelt auch Bäume vorgesehen sind. An einigen Stellen sind Längsparkplätze situiert.

Das auszubauende Straßenstück hat laut Demmel eine Länge von 370 Metern, die Straßenbreite soll bei sechs Metern liegen, rechts und links sind Dreizeiler zur Entwässerung geplant, die aber überfahren werden können. Die Baukosten ohne Brunnen liegen bei 380 000 Euro, mit Bepflanzung und Nebenkosten sind es rund 458 000 Euro, so Demmels Kostenschätzung. Diese Summe bezieht sich aber nur auf den Straßenausbau, die Erstellung des Oberflächenwasserkanals durch den Abwasserzweckverband kommt für die Anlieger als weitere Ausgabe hinzu.

Der Straßenausbau wird über die entsprechende Ausbaubeitragssatzung abgerechnet, die Kosten des Straßenbelages werden zu 50 Prozent auf die Anwohner umgelegt, die Ausgaben etwa für Trottoir, Beleuchtung oder Begrünung zu 65 Prozent. Es handelt sich um eine Haupterschließungsstraße, sodass die Gemeinde einen höheren Anteil trägt als bei einer reinen Anliegerstraße, bei der die Anlieger 90 Prozent der Ausgaben tragen.

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Angesichts von Kosten von zehn bis elf Euro pro Quadratmeter - diese Zahl zog Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) als Annäherung aus bereits abgerechneten Straßen heran - forderten die Anlieger in der Sitzung, dass die Gemeinde die Straße so günstig wie möglich ausbaut. "Mir würde eine Asphaltierung reichen, ich brauche keinen Gehsteig", so ein Anwohner. Kritisiert wurde auch, dass die Straße durch die Baufahrzeuge für das neue Baugebiet auf dem ehemaligen Dyckerhoffgelände "kaputt gefahren" worden sei.

Grünstreifen billiger, als alles zu asphaltieren

Im Gemeinderat war im Vorfeld schon angeklungen, dass man die Kosten eines Brunnenbaus den Anliegern nicht aufbürden will, auf ein Trottoir will Bürgermeister Lutzenberger dort aber nicht verzichten. "Dort wird zu Fuß gegangen." Den den Grünstreifen zu streichen bringt von den Kosten her nichts, wie aus Demmels Ausführungen hervorgeht. Denn dann müsste man die Straße breiter asphaltieren, was teurer kommt.

Die Diskussion ist geschlossen.

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