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Gesellschaft

20.11.2014

Ansprechpartnerin in allen Fragen

Bei der Vorstellung des Seniorenberatungs-Pilotprojekts waren dabei: Thomas Eichinger, Peter Ditsch, Maria-Anna Wellnhofer, Dieter Steininger, Ferdinand Holzer, Franz Löffler, Barbara Juchem, Johann Knoller, Friedrich Kahnert.
Bild: Miriam Leunissen

Maria-Anna Wellnhofer kümmert sich künftig in Egling um die Wünsche und Nöte älterer Menschen. Auf das Projekt der Bürgerstiftung „lebensWert“ wurde sie durch unsere Zeitung aufmerksam.

Pfarrer Friedrich Kahnert bringt es auf den Punkt. „Große soziale Herausforderungen erfordern eine gemeinsame Antwort. Den Menschen in den Gemeinden ein lebenswertes und menschenwürdiges Altern zu ermöglichen, ist eine solche Herausforderung.“ Pfarrer Kahnert ist geistlicher Leiter des Pfarreiverbunds Egling und zweiter Vorsitzender der Eglinger Bürgerstiftung „lebensWert“. Schon vor Jahren haben dort engagierte Bürger um den heutigen ersten Vorsitzenden der Stiftung Franz Löffler begonnen, ein Projekt zur Unterstützung von Senioren und anderen pflegebedürftigen Personen im nördlichen Landkreis Landsberg zu planen. Am vergangenen Wochenende war es nun so weit – der erste, ganz konkrete Erfolg konnte gefeiert werden: Die Bürgerstiftung kann zwei Jahre lang eine Seniorenberaterin einstellen.

Die passende Mitarbeiterin konnte auch bereits gefunden werden und wurde am Samstag im Rahmen des Eröffnungs-Festakts in der Turnhalle der Grundschule Egling vorgestellt: Maria-Anna Wellnhofer ist ausgebildete Krankenschwester. Sie hat eine berufsbegleitende Zusatzausbildung zur Stoma-Fachberaterin absolviert und war viele Jahre lang am Universitätsklinikum Regensburg als Beraterin für Pflegebedürftige tätig.

Erst vor einem Jahr ist sie in den Landkreis gezogen. Hier hat sie bereits nach wenigen Wochen einen Artikel über das geplante Seniorenprojekt in unserer Zeitung entdeckt. „Ich war sofort begeistert“, sagt Maria-Anna Wellnhofer. „Nun wünsche ich mir, dass möglichst viele Menschen auf mich zukommen und meine Hilfe anfragen.“

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Ziel ihrer Arbeit sei es, durch gute Beratung und Vernetzung älteren oder pflegebedürftigen Menschen so lange wie möglich zu ermöglichen, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Ob Suche nach Ansprechpartnern für Hilfe bei der konkreten Pflege, Planung für seniorengerechtes Wohnen oder Beratung für soziale Pflegeleistungen – Maria-Anna Wellnhofer möchte Ansprechpartnerin für die verschiedensten Fragen sein.

Auch erste ehrenamtliche Mitstreiter und Mitstreiterinnen hat das Seniorenprojekt bereits gefunden – darunter eine pensionierte Altenpflegerin, die ihre Hilfe bereits angeboten habe. Doch nicht nur Fachleute seien gefragt, so betonen die Initiatoren ausdrücklich. Ob Hilfe beim Einkaufen, Spaziergänge, regelmäßiger Besuchsdienst. „Es gibt vieles, das alten Menschen hilft und die Angehörigen von Pflegebedürftigen zeitweilig etwas entlastet“, betont Löffler. Letztlich sei das Projekt ein Experiment, das davon lebe, dass möglichst viele Menschen, die etwas Zeit erübrigen können, sich mit ihren Möglichkeiten einbringen.

Wellnhofer wird eng mit den Senioren- und Nachbarschaftshilfestellen des Landkreises zusammenarbeiten. So waren auch Landrat Thomas Eichinger, Senioren- und Behindertenbeauftragte Barbara Juchem und die Mitarbeiter der Beratungsstellen bei der Eröffnung dabei und hießen die neue Kollegin im nördlichen Landkreis willkommen.

Stiftungsvorsitzender Franz Löffler und Stiftungsratsvorsitzender Johann Knoller betonten bei der Gelegenheit, dass das Projekt kein Eglinger Alleingang werden solle. „Wir freuen uns auf Anfragen aus den umliegenden Gemeinden und dem übrigen Pfarrverband“, sagte Löffler. Nicht nur Eglinger, sondern auch Prittrichinger, Scheuringer, Dünzelbacher, Walleshausener und Pestenackerer seien mit Fragen und Mithilfe willkommen.

Von den gut 50000 Euro, die für das Projekt beim derzeit geplanten Umfang einer Teilzeitstelle für zwei Jahre benötigt werden, stammt rund ein Fünftel aus Spenden, der Großteil wird aus Fördergeldern des Bayerischen Sozialministeriums beigesteuert. Die Gemeinde Egling, die Sparkassenstiftung des Landkreises, sowie die Raiffeisenbank unterstützen die Seniorenberatung darüber hinaus mit Räumen, Büroeinrichtung und gespendetem Arbeitsmaterial. Die Kommunen beteiligen sich noch nicht mit finanziellen Zuschüssen. Entsprechende Anfragen an die Gemeinderäte laufen jedoch.

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