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Besuch

05.05.2011

Anstecker sorgt für Ärger

Kraftwerksbetreiber sagen Führung wegen Anti-Atom-Button ab

Landsberg, Gundremmingen Die Jusos des Landkreises Landsberg besuchten zusammen mit den Jusos der Stadt Augsburg das Kernkraftwerk Gundremmingen (Landkreis Günzburg). Ziel des Besuches war es, sich vor Ort über Kernenergie zu informieren und gezielt Fragen an den Betreiber stellen zu können.

Geplant war ein Vortrag über Kernenergie und Atomkraftwerke und danach eine Fahrt über das Gelände des Kernkraftwerks Gund-remmingen. Doch verlief der Besuch nicht wie erwartet. Schon zu Beginn des Vortrags wurde der Gruppe mitgeteilt, dass die Fahrt über das Gelände nicht stattfinden wird, da der Werkschutz beim Vorsitzenden der Augsburger Jusos einen Anstecker mit der Aufschrift „Atomkraft, nein danke“ gesehen habe. Sebastian Weißkirchen: „Dass aber der gesamten Gruppe wegen eines einzigen Buttons der Zutritt verweigert wird, ist eine sehr seltsame Auffassung von Demokratie. Bisher dachte ich, dass Sippenhaftung abgeschafft ist.“ Der Vortrag fand dann aber statt. Dabei empfand die Juso-Gruppe deutlich spürbare Abneigung durch die Referenten. Den Jusos wurde mangelhafte Informationsbeschaffung vorgeworfen, der Politik allgemeines Versagen.

Widerspruch kommt vom Betreiber. Die Sprecherin der Kernkraftwerke Gundremmingen GmbH (KGG), Simone Rusch, sagt, dass der größte Teil des geplanten Programms stattgefunden habe. Die geplante Rundfahrt über das Kraftwerksgelände sei jedoch gestrichen worden, weil sich die Jungsozialisten mit dem Button als deutliche Kernkraftgegner zu erkennen gegeben hätten. Simone Rusch: „Dem Auftreten der Gruppe war zu entnehmen, dass kein Interesse an einer sachlichen Diskussion da war, sondern nur an Provokation.“ (lt)

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